Chronik 7!

 

Chronik für das Jahr 1997

Das Jahr 1997 begann mit einem Kälterekord. In der Silvesternacht 1996 waren es 19 ° Minus. Im Vergleich zu Silvester 1997, es waren 7 ° Plus.

Wie in jedem Jahr gingen auch dieses Jahr anl. des Drei-Königs-Tages die Sternsinger durch das Dorf. Sie zeichnen die Haustüren mit den Buchstaben "19C+M+B98" eingeschlossen mit der Jahreszahl. Das gesammelte Geld soll das Leid der notleidenden Kinder auf der ganzen Welt lindern. Die Pflege dieses Brauches haben sich die Meßdiener auf ihre Fahne geschrieben.

Die Flurbereinigung in Sosberg und Forst strebt dem Ende zu. Das Kulturamt Mayen hatte im Laufe des Jahres viel Arbeit. Es hieß etliche Widersprüche der Bürger hinsichtlich der vorläufigen Besitzzuweisungen zu bearbeiten. Dieses Verfahren konnte bis auf einen ganz geringen Personenkreis zum Abschluß gebracht werden.

Durch die Flurbereinigung ergaben sich für die Bewirtschafter der Felder große Vorteile. Feldwege wurden aufgehoben und einige wenige neu geschaffen. Die Flur wurde in große Bewirtschaftungseinheiten eingeteilt. Desweiteren wurden Landespflegeflächen ausgewiesen, die mit Obstbäumen, Hecken und Sträuchern bepflanzt wurden.

Durch das Förderungsprogramm des Kulturamtes bezüglich Bildung rationeller Bewirtschaftungseinrichtungen in der Land- und Forstwirtschaft kann die Gemeinde für das verpachtete Land im Jahre 1998 einen Zuschuß in Höhe von 4.605,36 DM erwarten.

Im Mai feierte der Schützenverein Sosberg e. V. sein traditionelles Schützenfest. Zahlreiche Gastvereine gaben sich die Ehre und nahmen am Sonntag, den 4. 5. an dem Umzug durch das festlich geschmückte Dorf teil.

Am 12. 6. 1997 verstarb nach kurzer schwerer Krankheit der 1. Ortsbeigeordnete, Horst Nikolay. Er war 23 Jahre Mitglied des Gemeinderates. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde er zu Grabe getragen. Der Ortsbürgermeister, Werner Hirt, legte unter Würdigung seiner Verdienste für die Gemeinde Sosberg einen Kranz nieder. Für den Schützenverein, dessen Gründungsvorsitzender er war, sprach der 1. Vorsitzende, Gerhard Kölzer, einige anerkennende und tröstende Worte und legte ebenfalls einen Kranz nieder.

Als Nachfolger für ihn im Gemeinderat wurde am 18. 7. Franz-Josef Hoffmann als neues Gemeinderatsmitglied durch den Ortsbürgermeister verpflichtet.

Zum 1. Ortsbeigeordneten wurde in gleicher Sitzung Willi Lehnert gewählt und ernannt.

Die Freiw. Feuerwehr lud zum 11. 7. am Ortsmittelpunkt zum Brunnenfest ein. Dieses Fest fand bei der Bevölkerung sehr guten Anklang. Die Feuerwehr möchte dies zu einer ständigen Einrichtung werden lassen.

Der letzte Mieter der gemeindeeigenen Wohnung im Kirchweg 9, ehem. Lehrerwohnung, Norbert Linden, hatte das Mietverhältnis zum 30. 9. 1997 gekündigt. Aufgrund des relativ hohen Sanierungsbedarfs für dieses Gebäude kam der Gemeinderat zu dem Entschluß, dieses Wohnhaus zu verkaufen. Als Käufer konnten die Eheleute Peter und Anna Porn aus Mönchengladbach gewonnen werden. Der Kaufvertrag wurde am 2. 10. 1997 beim Notar unterzeichnet.

Am 3. 11. hatte Frau Magdalena Limbach das 90. Lebensjahr vollendet.

Zu den zahlreichen Gratulanten zählten u. a. der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zell, Herr Huwer, sowie für die Gemeinde Sosberg der 1. Ortsbeigeordnete, Willi Lehnert. Der Ortsbürgermeister, Werner Hirt, war infolge Krankheit verhindert.

Mit zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung, insbesondere der Kinder, fand am 11. 11. der traditionelle Martinszug statt. Mit Musikkapelle und St. Martin hoch zu Roß ging man an das Martinsfeuer. Nach dem Abbrennen wurden im Gemeindehaus die Brezeln und Tüten an die Kinder und älteren Mitbürger verteilt.

Ende November vollzog sich in Sosberg eine gravierende Änderung.

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung am 28. 11. 1997 erklärte der Ortsbürgermeister, Werner Hirt, zum 5. 12. seinen Rücktritt. Diese Erklärung kam für den Gemeinderat und alle Anwesenden völlig überraschend und total unvorbereitet. Gründe, die ihn zu diesem Schritt bewogen haben, wollte er nicht nennen. Dies sei seine persönliche Entscheidung.

Der 1. Ortsbeigeordnete, Willi Lehnert, wurde daraufhin von der Verbandsgemeindeverwaltung beauftragt, Herrn Hirt am Freitag, den 5. 12. aus seinem Amt als Ortsbürgermeister zu entlassen und ihm die Entlassungsurkunde auszuhändigen. Willi Lehnert übernahm ab 6. 12. die laufenden Geschäfte der Gemeinde. Das Dienstsiegel, die Stempel der Gemeinde, die gemeindeeigene Schreibmaschine sowie der laufende Schriftverkehr wurden am 5. 12. von Herrn Hirt an Herrn Lehnert übergeben. Ebenfalls überreicht wurde das laufende Beschlußbuch der Gemeinde. Alle anderen gemeindeeigenen Sachen und Akten wurden von Herrn Hirt im Gemeindehaus in die ehemalige Pausenhalle abgestellt.

Am Sonntag, den 14. 12. 1997 wurde Franz-Josef Hoffmann zum 2. Ortsbeigeordneten gewählt.

Der Altentag für alle Einwohner der Gemeinde ab dem 60. Lebensjahr fand am 2. Advents-sonntag, 7. 12., statt. Die Frauen des Gemeinderates übernahmen die Bewirtung, und der Nikolaus konnte 29 Senioren begrüßen, welche alle einen schönen und angenehmen Tag im Dorfgemeinschaftshaus verbrachten.

Am 4. Advent lud der Musikverein Mastershausen am Brunnen zu einem Adventskonzert ein. Er stimmte uns mit Weihnachtsliedern auf das Weihnachtsfest ein, und die Freiw. Feuerwehr schenkte kostenlos Glühwein aus.

Die Hoffnung auf eine weiße Weihnacht blieb aus. Anfang Dezember hatten wir paar Tage Schnee sowie                     am 17. / 18. 12. ein großes Eischaos (Eisregen). Weihnachten bis Neujahr war es mild und frühlingshaft.

In der Sitzung des Gemeinderates vom 28. 11. wurde der Haushaltsplan für das Jahr 1998 wie folgt festgesetzt:.

Verwaltungshaushalt:Einnahme / Ausgabe        245.000,-- DM

Vermögenshaushalt:                                          21.300,-- DM

Waldwirtschaftspläne:

Einschlagsoll Gesamtnutzung: 580 fm

Ausgaben f. Fällung u. Betriebsausgaben: 44.045,-- DM

Preise für Meterholz:

Buche .-.60,-- DM

Eiche  .-.55,-- DM

Sosberg, 21. April 1998, gez. Lehnert, Willi, Ortsbürgermeister

Statistik 1997:

Einwohner:            186

Geburten:                 1

Eheschließungen:      4

Sterbefälle:               4

 

Chronik 1998

Die Chronik 1998 möchte ich mit den bedeutensten politischen Ereignissen beginnen.

Dabei sind in erster Linie folgende Krisen in Erinnerung zu rufen:

Seit dem Golfkrieg 1990 / 91 kamen Israel und die umliegenden arabischen Staaten nicht zur Ruhe. Irak, unter Führung des Diktators Saddam Hussein, versuchte mit allen Mitteln die verhängten Sanktionen der UN gegen sein Land zu umgehen. Ganz besonders erschwert Hussein den eingesetzten Waffenkontrolleuren die Arbeit. Es wird vermutet, daß Irak ABC-Waffen herstellt und diese dann gegen Israel einsetzt.

Alle Warnungen und Drohungen schlug Hussein in den Wind und die Irak-Krise erlebte ihren Höhepunkt. An 4 Tagen im Dezember wurden durch die Amerikaner und Engländer Stellungen in Bagdad bombardiert. Ziele waren Waffenlager, Giftfabriken und Saddams Elite-Truppe.

Das Jahr 1998 begann stürmisch und regnerisch. Am 9. / 10. 1. war es sonnig, trocken und frühlingshaft warm. Das Thermometer zeigte am 10. 1. 15 ° +. Ende Januar wurde es noch einmal trocken kalt (27. 1. 1998 = 11 ° - / 7.00 Uhr).   Es fiel wenig Schnee, der jedoch nicht liegen blieb. Letztmalig für den Winter 1997/98 ließ "Frau Holle" am 23. 3. 1998 Schnee fallen, der jedoch direkt wegschmolz.

Der Mai und Juni bescherte uns unbeständiges Wetter. Ab Mitte Juni war es sommerlich und die Bauern konnten Heu machen. Der Sommer will sich jedoch nicht durchsetzen. Nach der Heuernte war es wieder kühl und regnerisch.

Ende Juli begann der Hochsommer. Am 11. / 12. 8. 1998 wurde der heißeste Tag gemessen. 41,2 Grad an der Mosel!

Aufgrund der Hitzewelle konnte die Getreideernte schnell erledigt werden. Die Mähdrescher fuhren bis spät in die Nacht.

Ende August meldete sich der Sommer ab. Es wurde regnerisch und kühler. Der Oktober bescherte uns viel Regen. In diesem Monat fielen 1/3 des gesamten durchschnittlichen Regenniederschlages eines ganzen Jahres.

Am 18. 11. nachts fiel der erste Schnee für die neue Wintersaison. Die Kinder fuhren auf dem Noehl Schlitten. Der Schnee hielt jedoch nur paar Tage. Richtige Winterfreuden kamen Anfang Dez. auf. Es fiel Schnee, der bis                 zum 12. 12. 1998 liegen blieb. Aufgrund erhöhter Temperaturen schmolz dieser Schnee innerhalb von 2 Tagen vollständig weg. Der Traum einer weißen Weihnacht war vorbei.

Nach den Feiertagen meldete sich das Jahr sonnig und frühlingshaft ab. Am 30. 12. 1998, 13.00 Uhr, haben wir herrlichen Sonnenschein und 6 ° + im Schatten. 31. 12. 1998, 24.00 Uhr = 0 ° !

Nun möchte ich vom Dorfgeschehen des vergangenen Jahres berichten.

Zu Beginn des Jahres gingen wieder einmal die Sternsinger durch den Ort. Die Meßdiener, verkleidet als die "Drei Könige", gingen von Haus zu Haus und baten um eine Spende für notleidende Kinder.

Willi Lehnert legte das Amt als Wehrführer der Freiw. Feuerwehr Sosberg nieder. Am 16. 1. 1998 wurde er von Bürgermeister Huwer entlassen. Er dankte ihm für seine 7-jährige ehrenamtliche Tätigkeit und vereidigte gleichzeitig Joachim Pies als neuen Wehrführer.

Am 7. 2. feierte Magdalena Hansen ihren 90. Geburtstag. Sie wohnt seit dem 23. 4. 1992 im Altenheim in Alf. Zu den Gratulanten gehörte u. a. der Verbandsgemeinde-Bürgermeister, Herr Huwer, und für die Ortsgemeinde der 1. Ortsbeigeordnete, Herr Lehnert.

Pünktlich zur Kirmes wurde am 21. 2. 1998 der Kirmesbaum aufgestellt. Unter Federführung der Feuerwehr stand der Baum ruck zuck. Erwähnt werden sollte auch noch, daß zum ersten Male eine Frau bei diesem Brauch Hand anlegte. Es war dies die Ehefrau des Wehrführers, Tanja Pies.

Am 8. 3. 1998 war Sosberg aufgerufen, einen neuen Ortsbürgermeister zu wählen. Es fand eine Urwahl statt.

116 Personen gingen zur Wahl. Mit 71 Ja- und 45 Nein-Stimmen wurde Willi Lehnert gewählt.

Die Einführung und Ernennung erfolgte am 27. 3. 1998 durch den 2. Ortsbeigeordneten, Franz-Josef Hoffmann.

Ebenfalls am 27. 3. 1998 wurde Gerhard Kölzer, den nun anstelle des ausgeschiedenen Gemeinderatsmitgliedes Willi Lehnert nachrückte, von dem neuen Ortsbürgermeister per Handschlag als Gemeinderatsmitglied verpflichtet.

Als 1. Ortsbeigeordneter wurde Herbert Bauer gewählt und ebenfalls per Handschlag verpflichtet.

Im Rahmen der Flurbereinigung wurden im März in die sogenannten "Landespflegeflächen" Obstbäume, Hecken und Sträucher gepflanzt. Verschiedene Feldwege wurden im Laufe des Jahres von Herbert Bauer neu geschottert. Die Firma Schnorpfeil, Treis-Karden, erhielt den Auftrag, den Weg um den Friedhof bis zum Querweg in Richtung Grillhütte (Wege Flur 16, Nr. 42 + 44) sowie ca. 100 m des Weges ab dem "Hassel", Anwesen Maas, in Richtung Schweinestall Bonni (Weg Flur 14, Nr. 18) mit einer Teerdecke zu versehen. Die Arbeiten wurden im Herbst ausgeführt.

Unter reger Beteiligung der Kinder wurde am 10. / 11. 3. 1998 (Karfreitag und Karsamstag) wieder geklappert. Es bleibt zu hoffen, daß dieser alte Brauch noch lange erhalten wird.

Zum ersten Mal beteiligte sich Sosberg an o. a. Aktion. Viele Kinder aus der ganzen Verbandsgemeinde nahmen daran teil. Alle hatten ihren Spaß. Einziger Nachteil: Der "Heizer" hatte zu gut angeheizt, der Ofen war zu heiß, die Brote außen alle schwarz. Trotzdem war es ein gelungener Tag.

Im Mai wurde das Schützenfest gefeiert. Der Ort war geschmückt mit bunten Fahnen.

Am 17. 5. 1998 feierten die Eheleute Porn das Fest der Goldenen Hochzeit. In der Filialkirche zu Sosberg gaben sich beide wiederum ihr "Ja-Wort". Am 16. 5. gratulierten Bürgermeister Huwer für die Verbandsgemeinde und Ortsbürgermeister Lehnert für die Ortsgemeinde.

Ein halbes Jahr später, am 10. 11. 1998 fand die zweite Goldene Hochzeit in diesem Jahre statt. Die Eheleute Josef und Thekla Straus feierten 50 Jahre gemeinsames Leben. Groß war die Gratulantenschar und es wurde paar Tage gefeiert.

Am 27. 9. 1998 fand die Bundestagswahl statt. Herausforderer von Bundeskanzler Kohl, CDU, war der Spitzenkandidat der SPD, Ministerpräsident von Niedersachsen, Gerhard Schröder, der auch einen grandiosen Wahlsieg errang.

Die CDU erhielt       35,1 %    (- 6,3 %),

.......SPD                 40,9 %    (+ 4,5 %),

.......B'90/Grüne         6,7 %    (- 0,6 %),

.......F.D.P.                6,2 %    (- 0,7 %),

.......PDS                   5,1 %    (+ 0,7 %)  und

.......Sonstige             6,0 %

Gewählt hatten  49.946.094  Bürger  (82,3 %). Neuer Bundeskanzler wurde Gerhard Schröder.

So wählte Sosberg:

Wahlberechtigt:........................148

Wähler:....................................117

Ungültige:.................................... 2

Gültige Stimmen:.......................115

 

Erststimmen......................................................Zweitstimmen

CDU.............................65.......(56,5 %)..........63........(55,3 %)

SPD.............................37.......(32,2 %)..........39........(34,2 %)

F.D.P...........................11.......( 9,6 %).............7........( 6,1 %)

Grüne............................-..................................2........( 1,8 %)

PDS...............................-.................................1........( 0,9 %)

REP...............................2.......( 1,7 %).............2........( 1,7 %)

Der Seniorentag fand am 2. Adventssonntag statt. Grundschul- und Kindergartenkinder trugen Gedichte und Lieder vor. Die Frauen des Gemeinderates übernahmen die Bewirtung. Es war wieder ein gelungener Tag für die "Alten".

Ältester Teilnehmer war Franz Linden (80), Teilnehmerin, Magdalena Limbach (91).

Einer besonderen Ehrung wurde dem ehemaligen Ortsbürgermeister, Werner Hirt, zuteil. Er erhielt am 11. 11. 1998 aus der Hand des Landrates, Dr. Balthasar, die Ehrennadel des Landes Rhld.-Pfalz. Diese Ehrung kam mit Hindernissen zustande. Der ursprüngliche Termin, 2. 11. 1998, mußte wegen Hochwasser kurzfristig abgesagt werden.

Erwähnt werden in diesem Jahr sollte auch noch das im Sommer von der Freiw. Feuerwehr ausgerichtete Brunnenfest. Es war wieder einmal gut besucht.

Einer besonders großen Zuschauer- und Zuhörerzahl erfreute sich das Adventskonzert am 4. Advent, 20. 12. 1998. Musikverein Mastershausen und Gem. Chor St. Luzia aus Mastershausen stimmten die Besucher auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Glühwein gab es von der Freiw. Feuerwehr Sosberg wie immer gratis.

Festgehalten werden muß auch noch der diesjährige Martinstag. Aufgrund des vielen Regens war das Holz naß, und es wurde viel frisches Holz aufgeschichtet. Das Ende von dem Lied war, daß Kinder und Erwachsene zum Martinsfeuer marschierten und die Feuerwehr dieses einfach nicht zum Brennen brachte. Erst nachdem die meisten wieder gegangen waren, ist ein Teil abgebrannt.

Der Waldwirtschaftsplan für 1999 wurde wie folgt festgesetzt:

Einschlagsoll in der Gesamtnutzung  500 fm, Ausgaben für Holzerntemaßnahmen und übrige Betriebsarbeiten-34.260,-- DM.

Der Preis für 1 Meter Buche beträgt 60,-- DM und für Eiche 55,-- DM.

Weiterhin beschloß der Gemeinderat einen Bebauungsplan "Schockerderflur" aufzustellen. Abbildung siehe nächste Seite.

Der Änderung (Fortschreibung) des Flächennutzungsplanes der Verbandsgemeinde Zell wurde in der Sitzung des Verbandsgemeinderates am 1. 12. 1998 zugestimmt.

Der Haushaltsplan für 1999 wurde am 16. 12. 1998 wie folgt verabschiedet:

Verwaltungshaushalt in Einnahme und Ausgabe auf     241.000,-- DM

Vermögenshaushalt in Einnahme und Ausgabe auf        15.000,-- DM

Grundsteuer A / B je 300 %, Gewerbesteuer 320 % nach Ertrag u. Kapital.

Soweit die Chronikführung 1998!

Sosberg, 31. Dez. 1998, gez. Lehnert, Willi, Ortsbürgermeister

Statistik 1998:

Einwohner:  (insgesamt) 195, davon mit Hauptwohnsitz 183

Geburten:                 2

Eheschließungen:      -

Sterbefälle:              4

 

Chronik 1999

Das Jahr 1999 begann für 11 Länder mit der Einführung des "EURO"!

 Die EU-Finanzminister hatten auf Empfehlung der EU-Kommission in Brüssel am 31. 12. 1998 die Umrechnungskurse für alle Länder festgelegt - 1 EURO = 1,95583 DM!    Die Rhein-Zeitung schrieb am 2. 1. 1999:  "Für eine Mark gibt es 0,51129 Euro". In Bezug auf die Europäische Gemeinschaft werden viele Hoffnungen in den "EURO" gesetzt.

Wettermäßig gibt es 1999 folgendes festzuhalten:

Außer dem üblichen Schnee im Winter, mal mehr mal weniger, gab es vom 27. auf den 28. 3. sehr starken Schneefall. Etliche Bäume fielen um und viele Äste sind abgebrochen. In den Alpen war unverhältnismäßig viel Schnee gefallen. Viele Urlauber saßen fest und es kam zu Schäden durch Lawinenabgänge. Im österreichischen Galtür gab es Ende Februar 36 Tote zu beklagen. Die Lawine kam bis ins Dorf hinein.

Im Sommer und Herbst war es ziemlich trocken. Wir hatten fast keinen Niederschlag. Der erste Frost stellte sich in der 46. KW ein. Am 16. auf den 17. 11. gab es den ersten Schnee für die neue Wintersaison. Leider war es an Weihnachten wie schon so oft "grün", keine weiße Weihnacht!

Am 26. 12. suchte uns der Orkan "Lothar" heim. Er fegte über Mitteldeutschland hinweg und hinterließ vor allem in Süddeutschland schwere Schäden. War Sosberg jedoch nicht direkt betroffen, so trifft es uns doch auch indirekt. Es gibt nun ein Überangebot an Holz, das nach Ansicht der Experten große Auswirkungen auf den Holzmarkt haben wird. Die Einschläge bei allen Gemeinden wurden gestoppt und der Preis wird deutlich fallen. Die Nachwirkungen werden die Gemeinden noch jahrelang spüren.

Außenpolitisch soll uns noch eines in Erinnerung bleiben: die Kosovo-Krise!

Am 24. 3. 1999 begann die NATO mit dem Bombardement gegen Serbien. Bevorzugtes Ziel waren mil. Stellungen im ganzen Land, auch in der Hauptstadt Belgrad, Raffinerien, usw. Die Krise ist bis heute noch nicht beendet. Trotz Einzug der Nato-Streitkräfte unter deutscher Beteiligung gibt es immer wieder Ausschreitungen zwischen Serben und Moslems. Es werden auch immer wieder Massengräber von Kosovo-Albanern entdeckt, die die Serben zurückgelassen haben.

Am 26. 1. wurde Maria Kölzer (Wellems Maria) 90 Jahre alt. Zu den Gratulanten zählte auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Herr Eckhard Huwer, und für die Ortsgemeinde der Ortsbürgermeister Willi Lehnert.

In Sosberg gab es die üblichen Aktivitäten. Am 3. 1. gingen die Sternsinger durchs Dorf und die Feuerwehr stellte         am 13. 2. den Kirmesbaum auf.

Unter reger Beteiligung der Bevölkerung feierte man im Mai das Schützenfest. Der Schützenverein wurde 30 Jahre alt. Es wurden alle ehemaligen Sosberger eingeladen. Viele sind in die alte Heimat gekommen und manche Erinnerungen wurden wach. Es war ein gelungenes Fest.

Im Juni lud die Feuerwehr zu ihrem Brunnenfest ein.

Der Altentag am 2. Advent, 5. 12., war ebenfalls wieder ein Erfolg. Kindergarten und Grundschule beteiligten sich und erfreuten die Senioren mit Liedern und Gedichten.

Auch fand wieder ein Krippenspiel an Weihnachten statt, welches von Gertrud Kölzer mit den Meßdienern eingeübt wurde.

Auf Initiative von Joachim Pies und Wilfried Göbenich wurden die Sosberger am 14. 2. zu einer "Kabbes on Erwes-Sitzung" in die Schützenhalle eingeladen. Einige Karnevalisten boten zur Freude aller Anwesenden ein ca. 2stündiges Programm mit Liedern und Vorträgen.

Am 6. 3. beteiligte sich Sosberg erstmals an der Waldsäuberungsaktion. Schützenverein und Feuerwehr halfen mit bei der Sammlung von Müll und Unrat in der ganzen Gemarkung. Es wurden 2 Container voll Müll gesammelt!

Es war trocken und die Arbeiten konnten zügig vollendet werden.

Sonnenfinsternis am 11. 8.! Um 12.30 Uhr wurde es in Sosberg für paar Minuten dämmerig und kühl. Der Mond hatte sich vor die Sonne geschoben. Der Himmel war mit Wolken bedeckt, daher konnte man dieses Schauspiel hier leider nicht sehen. Der Kernschatten zog von Saarbrücken aus in Richtung Karlsruhe. In diesem Kernschatten war für ca. 2 Minuten finstere Nacht.

Ernst Lehnert konnte in diesem Jahre auf eine 30jährige Tätigkeit im Gemeinderat zurückblicken (1969 - 1999). Am 29. 8. wurde er verabschiedet. Neben einer Dankesurkunde vom Gemeinde- und Städtebund erhielt er von der Ortsgemeinde einen Wappenteller überreicht.

Im Herbst konnte Herr Werner Geisen aus Blankenrath den Sosbergern eine Chronik präsentieren. Sie wurde im Dorfgemeinschaftshaus vorgestellt. Es ist ein bleibendes Werk und wurde in mühsamer Kleinarbeit unter Mitwirkung von vielen Helfern zusammengetragen.

Am 13. 6. wurde ein neuer Gemeinderat gewählt. Es waren 142 Personen wahlberechtigt, davon haben 101 Personen gewählt (71,13 %).

Die Stimmabgabe von 97 Wählern war gültig, von 4 Wählern ungültig.

Gewählt wurden:

Hoffmann, Herbert....................48 Stimmen

Bauer, Herbert..........................46 Stimmen

Schmitz, Rainer.........................45 Stimmen

Kölzer, Gerhard........................40 Stimmen

 Lehnert, Willi...........................36 Stimmen    (Wahl nicht angenommen!)

Bonni, Horst-Dieter..................34 Stimmen

Hoffmann, Franz-Josef..............33 Stimmen

Bei der Urwahl für die Wahl des Ortsbürgermeisters kandidierte lediglich Willi Lehnert.                                                 Die Stimmabgabe von 98 Wählern war gültig, von 3 Wählern ungültig.

Von den gültigen Stimmen entfielen auf Willi Lehnert 75 Ja-Stimmen  (76,53 %)  und  23  Nein-Stimmen.

Bei der konstituierenden Sitzung am 16. 7. wurde Willi Lehnert durch den 1. Ortsbeigeordneten Herbert Bauer zum Ortsbürgermeister ernannt.

Mit 4 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 1 Stimmenthaltung wurde anschließend Rainer Schmitz zum 1. Ortsbeigeordneten gewählt. Die Ernennung, Vereidigung und Einführung erfolgte durch den Ortsbürgermeister Willi Lehnert.

Hinsichtlich der Jagdgenossenschaft gab es einige Änderungen.

Am 21. 5. wurde folgender neue Jagdvorstand gewählt:

1. Jagdvorsteher:Elmar Christ, 2. stv. Jagdvorsteher:Franz-Josef Hoffmann, 3. Beisitzer:Josef Lang

Als Stellvertreter für Fr.-J. Hoffmann wurde Jörg Rehmann und für Josef Lang wurde Willi Lehnert gewählt.

Der Gemeinderat hatte am 16. 7. beschlossen, die Verwaltung der Angelegenheiten der Jagdgenossenschaft Sosberg in Zukunft nicht mehr zu übernehmen. Damit ist es Aufgabe der Jagdgenossen, sich selbst zu verwalten.

Folgende Einwohner sind 1999 verstorben:

Schmitz, Edmund       10. 1.

Linden, Helena           24. 1.

Eichholtz, Theodora     6. 2.

Bauer, Alfons              2. 6.

Kölzer, Maria             8. 7.

Hoisl, Hermann           3.11.

In Sachen Flurbereinigung konnte das Kulturamt Mayen noch nicht zum Abschluß kommen, da noch einWiderspruch anhängig ist. Erst wenn dieser abschließend behandelt wird, erfolgen die neuen Einträge im Grundbuchamt.

Der Bebauungsplan "Schockerderflur" ist ebenfalls noch in Arbeit und wird voraussichtlich im Frühjahr 2000 abgeschlossen werden können.

Der Haushaltsplan für das Jahr 2000 wurde am 22. 12. 1999 wie folgt beschlossen:

Verwaltungshaushalt in Einnahme und Ausgabe auf     283.600,-- DM

Vermögenshaushalt in Einnahme und Ausgabe auf         36.600,-- DM

Die Grundsteuer A) und B) wurde festgesetzt auf  300 v. H., die Gewerbesteuer auf  320 v. H.

Die Waldwirtschaftspläne für das Forstwirtshaftsjahr 2000 sehen gem. Beschluß vom 3. 9. 1999 wie folgt aus:

a)    Einschlagssoll in der Gesamtnutzung auf 555 fm

b)    Ausgaben für Holzerntemaßnahmen und übrige Betriebsarbeiten37.411,-- DM

       Die Preise für Buche und Eiche wurden nicht verändert (60,-- bzw. 55,-- DM).

Sosberg, den 24. 3. 2000, gez. Lehnert, Willi, Ortsbürgermeister

Statistik 1999:

Einwohner:insges. 189, davon Haupts.: 177

Geburten:                1

Eheschließungen:     2

Sterbefälle:              5, davon 2 außerhalb der VG Zell verstorben.

  

Chronik 2000

Pünktlich um Mitternacht wurde das neue Jahrtausend, dass eigentlich erst am 1. 1. 2001 beginnt, eingeläutet.

Das Jahr 2000 spielte wettermäßig "verrückt". Der Winter war zu mild. Lediglich im Januar gab es paar Tage Schnee. Die letzte Aprilwoche war sommerlich warm. Es wurden bis zu + 29 ° gemessen. Sommerliche Tage hatten wir auch Mitte Juni. Am 19. und 20. 6. war es sehr heiß (+ 33 ° im Schatten), der Juli total verregnet. Erst im August setzte sich die Sonne wieder durch, und es wurde wieder sehr warm. Ein Glück für die Landwirte, die Getreideernte konnte trotz aller bösen Vorahnungen zügig vonstatten gehen.

Der Herbst brachte uns Regen und Wind. Am 10. 12. (2. Advent) gab es von einer Minute auf die andere einen so heftigen Sturm, dass wiederum viele Bäume umfielen, insbes. auf dem "Noehl". Ab 17.30 Uhr fiel für 1,5 Std. der Strom aus. Dies war während des Seniorentages, und wir saßen mit Kerzenbeleuchtung im Saal. Eine erhoffte weiße Weihnacht blieb leider aus.

Die üblichen Aktivitäten in unserem Dorf fanden auch im Jahre 2000 statt. Angefangen von den Sternsingern im Januar, die wiederum für die Kinder in aller Welt sammelten. Pünktlich zur Kirmes wurde am 26. 2. der Kirmesbaum aufgestellt. Erstmals fand am 5. 3. eine richtige Kappensitzung statt. Da dies an Kirmessonntag war, bekam sie den Namen "Kabbes on Erwes-Sitzung". Dies ist abgeleitet von dem Festtagsessen in alten Zeiten an Kirmes, nämlich "Kabbes on Erwes".

Am 22. 3. begannen die Landwirte mit der Frühjahrsaussaat. Durch Unterbrechungen von Regentagen waren die letzten erst am 12. 4. fertig.

Am 2. 4. wählte die Verb.-Gemeinde Zell einen neuen Verb.-Bürgermeister. Nach 30 Jahren CDU-Führung wurde erstmals ein SPD-Kandidat, Karl-Heinz Simon aus Pünderich gewählt. Die Wahl wurde deshalb notwendig, da der bisherige Amtsinhaber, Eckhard Huwer, zum neuen Landrat des Kreises Cochem-Zell gewählt wurde.

Die Verabschiedung des bisherigen Landrates, Dr. Balthasar, sowie die Einführung von Herrn Huwer fand am 2. 5. in Cochem statt. Herr Simon wurde am 4. 5. als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zell in Briedel eingeführt.

Ebenfalls am 4. 5. fand eine Jagdgenossenschaftsversammlung statt. Es wurde beschlossen, dass von den nicht zur Auszahlung beantragten Geldern der Jagdgenossen an die Gemeinde ein Betrag von 2.500,-- DM als Spende für den Seniorentag, den Martinszug sowie für die Anlegung eines Bolzplatzes gegeben werden sollte.               

Das Schützenfest wurde am 27. / 28. 5. und Vatertag gefeiert.

Am Sonntag, 28. 5. wurde auch unser Pastor, Pater Beringer, verabschiedet. Im Alter von 70 Jahren (24. 5.) wurde er von seinen Pflichten als unser Pastor entbunden. Er war vom 13. 3. 1988 bis 28. 5. 2000 unser Seelsorger gewesen. Die Verabschiedung fand in Mastershausen bei einem Festgottesdienst mit anschl. Empfang in der Bürgerhalle statt.

Auch fand in diesem Jahre mal wieder am 17. 6. ein Waldbegang statt.

Wir marschierten zum "Engelroth" und anschl. an der "Kellerlay" vorbei, die Nochelsbach entlang bis hin zur Grillhütte am Birkenwald. Dort fand ein gemütlicher Abschluß mit Schwenkbraten, Würstchen sowie Getränken statt.

Zum Brunnenfest hatte die Freiw. Feuerwehr im Juli eingeladen. Der gewünschte wirtschaftliche Erfolg blieb aufgrund mäßiger Beteiligung jedoch aus. Das Wetter spielte nicht mit, es war naß und kühl.

Erwähnen und festzuhalten ist auch noch, dass für die Kinder und Jugendlichen auf dem "Schockerderflur" im                 1. Bauabschnitt des neuen Bebauungsplanes ein Bolzplatz angelegt bzw. eingesät wurde. Diese Arbeiten wurden von Horst-Dieter Bonni ausgeführt.

Der vom Gemeinderat beschlossene Bau des Waldweges im Mühlenberg (ab "Kellerlay" bis zum "Scheibentriesch")
wurde durch die Fa. Grünewald, Zell, zum Preise von 29.369,-- DM am 17. 10. fertiggestellt. Die Gemeinde erhielt
dafür einen Zuschuß in Höhe von 17.722,-- DM.

Der ursprüngliche Auftrag wurde an den ortsansässigen Unternehmer Herbert Bauer vergeben. Dieser hatte mit dem Bau jedoch nicht begonnen und die Arbeiten vor dem vertraglich vereinbarten Fertigstellungstermin nicht ausgeführt. Um den bewilligten Zuschuß nicht zu verlieren, hatte das Forstamt daraufhin kurzfristig die Fa. Grünewald beauftragt, die Arbeiten frist- sowie termingerecht auszuführen.

Das Werk der Zweitflurbereinigung konnte nach nunmehr ca. 7 Jahren vollendet werden. Die Widersprüche wurden alle ausgeräumt und das Grundbuch entsprechend geändert. Die Präsentation und die Abschlußveranstaltung fand am 27. 10. im Gasthaus "Zur Buche" statt.

Verstorben sind in diesem Jahre am 6. 10. Herr Günter Klemens Pooth und am 6. 11. Herr Franz Josef Linden.

Dieses Bild zeigt einige Teilnehmer von Seniorentag am 10. 12.. Mit zum Gelingen beigetragen haben die Frauen der Gemeinderatsmitglieder sowie die Kinder des Kindergartens und der Grundschule. Der Nikolaus, Matthias Nikolay, kam und hatte für alle eine kleine Überraschung dabei.

Als älteste Bürgerin war anwesend Frau Magdalena Limbach, 93 Jahre, und der älteste anwesende Bürger war Hermann Weis, der in diesem Jahre 80 Jahre alt wurde.

Bis zum geschilderten Stromausfall verlebten alle einige ruhige und besinnlichen Stunden in der Vorweihnachtszeit. Danach kam jedoch etwas Unruhe und Besorgnis auf, jeder wollte so schnell wie möglich nach Hause.

Der Waldwirtschaftsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2001 wurde am 11. 10. wie folgt beschlossen:

Einschlagsoll in der Gesamtnutzung auf   550 fm,

Ausgaben für Holzerntemaßnahmen und übrige Betriebsarbeiten auf   41.801,-- DM

Die Brennholzpreise wurden festgesetzt auf:

Eiche     55,-- DM/rm

Buche   60,-- DM/rm

Der Haushaltsplan für 2001 konnte erst in der Sitzung vom 17. 1. 2001 beschlossen werden. Dieser stellt sich so dar:

Verwaltungshaushalt in Einnahmen + Ausgaben auf    259.800,-- DM

Vermögenshaushalt in Einnahmen + Ausgaben auf       66.500,-- DM

Die Hebesätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert   (Grundsteuer A + B - 300 %, Gewerbesteuer - 320 %).

Sosberg, 4. 2. 2001, gez. Lehnert, Ortsbürgermeister

Statistik 2000:

Einwohner:          198   (davon mit Hauptwohnung: 182)

Geburten:                2

Eheschließungen:     0

Sterbefälle:             2


Chronik 2001

Die Berichterstattung für das Jahr 2001 möchte ich wie üblich mit dem Klima bzw. Wetter beginnen. Es begann im Januar regnerisch und naß. Lediglich eine Woche war es trocken kalt mit ein paar Tagen Schnee. Vom 2. auf den 3. 2. gab es den ersten sehr starken Schneefall, der jedoch innerhalb von einem Tag bei einer Temperatur in der Folgewoche bis zu + 14 ° wieder weggetaut war.

Der März bescherte uns am 4. 3. einen Tag Schnee und ansonsten  viel Regen. Die Bauern hatten so ihre Probleme mit dem Bestellen der Felder.Die Osterfeiertage waren kühl, Karfreitag und Karsamstag fiel sogar etwas Schnee, worauf am Ostersonntag Regen folgte.

Im Mai wurde es endlich besser, es wurde warm und sonnig. Der Sommer wollte sich in den Folgemonaten jedoch noch nicht so richtig durchsetzen. Ein  paar warme Tage brachte der Juli, die zumindest dafür sorgten, dass die Heuernte trocken eingefahren werden konnte. Mitte Juli war es wiederum regnerisch und zu kühl.

Ab August setzte sich jedoch endlich die Sonne durch. Wir erlebten sodann einen warmen und relativ langen Sommer. Die Getreideernte konnte schnell und trocken eingebracht werden. Im September wurde es wieder kühler und naß, richtig schönes Herbstwetter brachte uns der Oktober.

In der Nacht vom 8. auf den 9. 11. gab es den ersten Frost in diesem Herbst und es fielen paar Schneeflocken. Mitte Dezember wurde es kalt und es keimte die Hoffnung auf eine „weiße“ Weihnacht. Am 21. auf den 22. 12. fiel so viel Schnee, dass sogar die Dorfstraßen geräumt werden mußten. Der Schnee blieb liegen bis zum 28. 12. Dann setzte für einen Tag mit Sturmböen untermalt Tauwetter  ein. Am 29. 12. fiel jedoch wieder Schnee, der bis Mitte Januar liegen bleiben sollte. Es wurde auch empfindlich kalt (im Januar nachts bis zu – 15 °).

Die in Sosberg bekannten Aktivitäten und Feste wurden auch im Jahre 2001 durchgeführt.

Angefangen mit den Sternsingern im Januar, Aufstellen des Kirmesbaumes am 24. 2. mit der anschließenden Sitzung des Sosberger „Kirmesvereines“ (SKV) an Fastnachtsonntag, das bekannte Schützenfest, das Brunnenfest der Freiw. Feuerwehr, St. Martinstag mit dem Abbrennen des Feuers sowie das Weihnachtskonzert des Musikvereines Mastershausen am Brunnen.

Mit Begeisterung waren die Kindern am Karfreitag und Karsamstag beim Osterklappern dabei. Der Seniorentag am 2. Advent war ebenfalls wieder sehr gut besucht und wurde u. a. mitgestaltet von den Kindern des Kindergartens sowie der Grundschule.

Das Fest der Goldenen Hochzeit feierten am 16. Mai  Maria und Walter Kölzer. Zu den Gratulanten zählten u. a. der Bürgermeister Karl-Heinz Simon sowie im Namen aller Sosberger der Ortsbürgermeister Willi Lehnert.

Nachstehend sehen sie die Bilder der Sternsinger, Kinder beim Osterklappern, Goldene Hochzeit Maria und Walter Kölzer, sowie Auszüge aus der Rhein-Zeitung vom Schützenfest, dem Seniorentag sowie dem Weihnachtskonzert.

Folgende nicht alltägliche Begebenheiten sollten jedoch auch noch in der Chronik erwähnt werden.

Die Verbandsgemeinde – Abwasserwerk – plant den Bau einer Kläranlage in Sosberg. Damit verbunden sollte sein, eine neue Kanalisation der Dorfstraßen „Kirchweg“ und „Am Hof“. Der im Kirchweg vorhandene Kanal stammt aus den 60er Jahren und wurde einer technischen Prüfung unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass dieser nicht mehr den Anforderungen entsprechen würde und komplett zu erneuern sei. Ein entsprechendes Video wurde den Anliegern bei der Verbandsgemeinde vorgeführt.

Die Anlieger „Am Hof“ verfügen noch über keinen öffentlichen Kanal. Diese leiten die Abwässer über privat hergestellte Leitungen bis in den bestehenden Kanal im Kirchweg hinein. Nach Aussage des Abwasserwerkes handelt es sich dort um provisorische Leitungen, die als öffentliche Leitungen nicht übernommen werden können.

Am 17. 1. fand zu diesem Thema eine Einwohnerversammlung statt, an der u. a. 58 Sosberger anwesend waren. Vertreter der Verbandsgemeinde, Ortsgemeinde sowie des Planungsbüros standen Rede und Antwort.

Es gründete sich daraufhin eine Bürgerinitiative, die sehr rührig war. Ziel dieser war es u. a., eine Pflanzenkläranlage zu errichten sowie die Kanalisation im Mischsystem durchzuführen, da ja alle anderen Grundstücke auch im Mischsystem entwässert würden. Vertreten wurde seitens der Bürgerinitiative auch die Ansicht, dass der alte Kanal im Kirchweg nicht erneuert werden müsse sowie es nicht erforderlich sei, in die Straße „Am Hof“ einen Kanal zu legen.

Die zum Teil heftige Diskussion zog sich über 1 Jahr hin. Die Verbandsgemeinde bzw. das Abwasserwerk (Verbandsgemeinderat) als verantwortlicher Träger faßten Ende des Jahres den Beschluß, eine Pflanzenkläranlage auszuschreiben mit dem Zusatz, auch alternative Angebote zuzulassen. Weiterhin wurde durch den Verbandsgemeinderat beschlossen, in die Straßen „Kirchweg“ und „Am Hof“ neue Abwasserleitungen im Mischsystem zu verlegen.

Die nachstehenden Bilder zeigen den Einsatz des Vollernters (Harvester) beim Roden des Fichtenbestandes im „Engelroth“, den Standort der geplanten Kläranlage sowie den Abtransport des Holzes. 

Am 25. 3. wurde ein neuer Landtag gewählt. Das Wahlverhalten der Sosberger änderte sich dahingehend, dass bisher immer die CDU eine starke Mehrheit hatte. Bei dieser Wahl jedoch erhielt die CDU „nur“ 39 Stimmen, die SPD dagegen 41 Stimmen.

Im Juni konnte ein kleiner Traum der Jugendlichen erfüllt werden. Hatten sie doch schon vor Jahren darum gebeten, einen Bolzplatz zu errichten, wurde dieser im Juni im Neubaugebiet „Schockerderflur“ bereitgestellt. Die Tore mit den entsprechenden Netzen wurden gesponsert von dem ehemaligen Jugendclub „Backes“. Auch der Kreis gab einen Zuschuß dazu.

Unter Beteiligung vieler Jugendlichen stellten Joachim Pies, Michael und Willi Lehnert die Tore auf.

Das Verfahren der Flurbereinigung zieht sich doch noch etwas hin. Auf Drängen der Ortsbürgermeister Reinhold Kölzer, Forst, (Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft) sowie Willi Lehnert, Sosberg, konnte erreicht werden, dass am 29. und 30. 10. der Simmerweg sowie die Einfahrt zum Buchweg neu geteert wurden. Die Bankette lassen noch zu wünschen übrig und sollen im Frühjahr 2002 richtig hergestellt werden.

Das Bild zeigt von links nach rechts die Vertreter des Kulturamtes Mayen Herr Leu, Herr Kohlhass und Frau Jakoby, die federführend mit der Flurbereinigung Sosberg-Forst befaßt waren. 

Erfreulich ist auch, dass am 30. 10. der Obstbaumlehrpfad in Richtung Grillhütte (Birkenwald) beschildert wurde. Jeder einzelne Baum erhielt ein Hinweisschild. Von diesem geht hervor, um welchen Baum es sich handelt sowie ist die jeweilige Frucht abgebildet.

Verstorben am 10. 2. 2001 ist der in Sosberg geborene und aufgewachsene Pfarrer Paul Spengler. Er wurde unter großer Anteilnahme am 16. 2. 2001 auf dem Sosberger Friedhof beigesetzt.

Am 23. 11. 2001 wurde der Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2002 beschlossen.

Folgendes wurde festgelegt:

  1. Einschlagsoll in der Gesamtnutzung auf  510 fm
  2. Ausgaben für die Holzernte und übrige Betriebskosten auf  19.796,-- €

           Brennholzpreise:

  1. Preise für aufgearbeitetes Schichtholz:

      Buche pro RM / 30 €         -          Eiche  pro RM / 28 €

  1. Preise für an feste Wege gerücktes Langholz:

      Buche pro RM / 18 €         -          Eiche  pro RM / 15 €

Der Haushaltsplan für das Jahr 2002 kann aus terminlichen Gründen erst im Februar 2002 beschlossen werden.

Statistik 2001:                                               Sosberg, den 19. 2. 2002,   gez. Willi Lehnert, Ortsbürgermeister

Einwohner:                201 (davon 188 Erstwohnsitz)

Geburten:                     ./.

Eheschließungen:          3

Sterbefälle:                   ./.                                                       

 

Chronik 2002

Pünktlich zum 1. 1. 2002 begann auch in Sosberg das Euro-Zeitalter. 300 Millionen Bürger in Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Portugal und Spanien bekommen die neuen Münzen und Scheine. Bis zum 28. Februar konnte man noch in D-Mark bezahlen, ab 1. März war diese für viele nur noch Nostalgie! Durch die Umstellung wurde vieles trotz aller Behauptungen teurer.

Der Haushaltsplan für das Jahr 2002 wurde am 22.2. wie folgt beschlossen:

Verwaltungshaushalt in Einnahmen + Ausgaben auf                  -           127.900 Euro,

Vermögenshaushalt in Einnahmen + Ausgaben auf                    -           231.300 Euro,

Festsetzung der Kredite auf                                                     -           131.870 Euro.

Hebesätze:        Gewerbesteuer:   =   330 v. H.,         Grundsteuer A + B:   =   300 v. H.,

Hundesteuer:    1. Hund   -   30 Euro,    2. Hund   -   45 Euro,      jeder weitere Hund   -   60 Euro.

Das Wetter brachte einige Kapriolen. Es gab in ganz Deutschland viel Regen und auch einige Katastrophen, wovon Sosberg jedoch verschont blieb. Das Jahr begann mit Schnee und einer frostigen Kälte; nachts war es bis zu 15 ° kalt – tagsüber immer noch Minusgrade bis Mitte Januar. Dann wurde es wärmer und der Schnee taute weg. Der Februar war mild und brachte viel Regen und Sturm. Die Frühjahrsaussaat konnte Mitte März ausgebracht werden und ging schnell vonstatten. Mit immer größer und stärker werdenden Traktoren verbunden mit den anhängenden großen Saatkombinationen sind die Felder schnell bestellt.

Der Sommer war bis auf einige heftige Regenschauer im Großen und Ganzen trocken und schön. Die Wintergerste wurde in der 29.KW trocken eingebracht. Mit dem Sommergetreide wurde Anfang August begonnen. Durch kräftige Regenschauer kam es jedoch immer wieder zu Unterbrechungen.

Mitte August gab es ein Wetterchaos in Europa. Durch starke Regenfälle kam es ab dem 13.8. zu schweren Flutkatastrophen, dem sogenannten Jahrhunderthochwasser von Elbe und Donau. Die Flut vernichtete viele Häuser und ganze Landstriche standen unter Wasser. Ganz Deutschland wurde aufgerufen zu helfen. Dies taten auch viele freiwillige Helfer direkt Vorort und durch groß angelegte Sammelaktionen. Der Ortsbürgermeister, Willi Lehnert, konnte sich im Rahmen einer Hilfsaktion durch die Bundeswehr selbst ein Bild von der Größe der Schäden der Städte Dresden und Pirna machen – es war furchtbar, die uns bekannten Hochwasser an Rhein und Mosel konnte man damit nicht vergleichen!!!

Der Herbst und der Winter waren wiederum regnerisch und für die Jahreszeit viel zu mild. Am Sonntag, 27.10. wurde ganz Deutschland von einem schweren Sturm heimgesucht. In Sosberg waren Gott sei dank nur kleinere Schäden zu verzeichnen.  Anfang Dezember gab es einige Nachtfröste – in der Nacht vom 10. auf den 11.12. wurden 10,1 ° Minus gemessen. Dann wurde es jedoch wieder wärmer und der Traum von einer weißen Weihnacht war dahin. Das Jahr endete durchwachsen mit Regenschauern und von der Temperatur her gesehen viel zu mild.

Das Jahr über gab es sie üblichen Aktivitäten. Die Sternsinger waren wiederum unterwegs und die Kirmes wurde eingeläutet mit dem Aufstellen des Kirmesbaumes am 9. 2.. Auch wurde wieder an Kirmessonntag zur „Kappes on Erwes-Sitzung“ eingeladen, die von den Sosberger Bürgern dankend angenommen wurde. Die Tradition zum „Osterklappern“  wurde beibehalten sowie konnte das Christkind am „Heiligabend“ am Ortseingang „eingefangen“ werden.

Am 24. 2. feierte Pfarrer Dr. Ludwig Hellriegel, der als „Ruhestandspfarrer“ sich um die Pfarrei Masterhausen mit der Filiale Sosberg kümmert,  sein 40jähriges Priesterjubiläum. Die Glückwünsche der Gemeinde Sosberg überbrachte dazu während des Gottesdienstes in Sosberg  im Namen aller Sosberger der Ortsbürgermeister. 

Ein Tag für die Umwelt wurde am 9. 3. durchgeführt. Es wurde wieder illegal abgelagerter Müll eingesammelt. Zu diesem Thema darf auch einmal gesagt werden, dass sich diejenigen Umweltschützer, die sich gerade im Zusammenhang mit dem Bau der geplanten Kläranlage in Wort, Schrift und Bild sowie unter Einschaltung von Parteimitgliedern der „Grünen“ angeblich immer nur für unsere Umwelt so ins Zeug legten, leider niemand mitgeholfen hatte. Mit Worten allein ist es nicht getan, denn dann bleibt der Müll in der Landschaft liegen, es müssen schon Taten folgen. Beim nächsten Umwelttag bitte und hoffe ich auf eine regere Beteiligung in unser aller Sinn und für unser und unserer Nachkommen aller Umwelt, danke!

Bei dem Waldbegang am 30. 4.  konnten wir zum letzten Mal den scheidenden Forstdirektor Helmut Muscheid begrüßen. Mit Unterstützung von Forstamtsrat Roland Kusch erläuterte er uns Teile des Forstwirtschaftsplanes und zeigte auch Probleme des Sosberger Waldes auf. Die Wanderung führte uns über den  Simmerweg bis zur Rückbüschwies. Dort ging es weiter zum Thonhügel in Richtung Aspelt, Oberwald, Noehl, Kleinbach bis hin zum Dorfgemeinschaftshaus. Hier gab es einen kleinen Imbiss und jeder konnte sich von der Wanderung erholen.

Der Schützenverein feierte am 4., 5. und 9.5. sein traditionelles Schützenfest. Die Könige des Jahres 2002 sind Josef Lang und der Jungschütze Sebastian Lehnert.

Das Neubaugebiet „Schockerderflur“ wurde in Angriff genommen.  Pünktlich zum Jahresende konnten die Arbeiten bis auf wenige Kleinigkeiten beendet werden. Das Straßenschild für die neue Erschließungsstraße „Auf dem Winneweg“, deren Namen in der Sitzung vom 13.11. beschlossen wurde, wurde am 27.12. aufgestellt.

Der erste Neubau, Familie Ambrosius, wurde noch vor Weihnachten bezogen.

Die Kläranlage in Sosberg mit den dazugehörigen Verbindungsleitungen sowie die neue Kanalisation der Straßen „Kirchweg“ und „Am Hof“ konnte in diesem Jahre entgegen aller Planungen nicht fertig gestellt werden. Auf  Initiative der Anlieger „Kirchweg“ und „Am Hof“ sollte eine Pflanzenkläranlage gebaut werden, da diese kostengünstiger sei und eben auch umweltfreundlicher.

Nachdem die Ausschreibung der Kläranlage getätigt wurde, es konnte sowohl eine Pflanzenkläranlage als auch eine technische Anlage angeboten werden, stellte sich heraus, dass das günstigste Angebot zum Bau einer technischen Anlage über 100.000,-- Euro billiger war, als die vergleichbar angebotene günstigste Pflanzenkläranlage. Daraufhin beschloss der Werkausschuss der Verb.-Gemeinde am 25.7. den Bau einer technischen Anlage. Ich möchte ausdrücklich festhalten und erwähnen, dass sowohl der Bürgermeister, Herr Simon, und der Werkleiter, Herr Eberhard, alles versucht hatten (Rücksprache mit der Genehmigungsbehörde SGD Nord, Anbietern der Pflanzenkläranlage usw.) eine Pflanzenkläranlage gem. Wunsch vieler  Sosberger zu bauen. Dies war jedoch aufgrund der abgegebenen Angebote nicht möglich!  Durch diesen Umstand kam es auch zu den Verzögerungen mit dem Baubeginn der Kläranlage.

Am 14.10. begannen die Arbeiten mit dem Verbindungssammler vom „Kirchweg“ zur Kläranlage. Der neue Weg zur Kläranlage führt beim Anwesen Maas vorbei und wurde am 30.10. begonnen. Bis zum Jahresende konnten die Kanal- und Versorgungsleitungen vom Neubaugebiet, der Verbindungssammler und der Weg zur Kläranlage soweit fertig gestellt werden. Mit dem Bau der eigentlichen Kläranlage kann erst im nächsten Jahr begonnen werden, da die endgültige Genehmigung aufgrund der erwähnten Verzögerungen noch nicht vorlag! 

Am 23.8. fand eine Neuverpachtung von ca. 10 ha Acker und 4 ha Grünland statt. Es wurden auch erstmals auswärtige Pächter zugelassen, die jedoch nicht zum Zuge kamen. Gegenüber der letzten Verpachtung wurde von den betroffenen Flächen eine Mehrpachteinnahme von 660 Euro jährlich erzielt. Dies ist für die Gemeinde Sosberg höchst positiv zu beurteilen. Sie kann das Geld sehr gut gebrauchen!

Der Gemeinderat hat am 20.9. den Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2003 wie folgt beschlossen:

  1. Einschlagsoll in der Gesamtnutzung auf  560 Festmeter,
  2. Ausgaben für die Holzernte und übrige Betriebskosten auf  21.777 Euro.

Brennholzpreise:

1.  Buche > 36 Euro/rm   -   Eiche > 33 Euro/rm   -   2.  Buche Langholz > 22 Euro/rm   -   Eiche Langholz > 18 Euro/rm

Die Flurbereinigung kam nach nunmehr 8 ½ Jahren zum Abschluss (das Verfahren wurde am 1.7.1994 eingeleitet).  Mit Datum vom 10.10. wurden die Schlussbescheide zugestellt. Die Gemeinde hatte hinsichtlich der Ord.-Nr. 41.01, Wege, eine Nachzahlung von 7.242,71 Euro zu leisten.

An den verbliebenen Kosten für die Sanierung des Simmerweges und des Buchweges beteiligte sich die Jagdgenossenschaft mit einem Betrag von 9.464,80 Euro (= 80 %). Die Übergabe der erstellten Anlagen an den Unterhaltspflichtigen (Gemeinde) erfolgte am 10.12.. Somit schließt sich das Kapitel „Beschleunigtes Zusammenlegungsverfahren SOSBERG-FORST“, das durchaus positiv zu bewerten ist!

Im heutigen Computer-Zeitalter finde ich es noch für die Nachkommen als wichtig zu erfahren, dass die Gemeinde Sosberg ab dem Jahre 2002 „online“ ist. Willi Lehnert hat nach sehr vielen Stunden, Tagen u.v.m., für die Gemeinde eine „Homepage“ erstellt und diese unter "www.sosberg.de" ins „Internet“ gestellt. Dort können viele interessante Dinge und Ereignisse nachgesehen und nachgelesen werden, u. a. ich auch die Chronik einsehbar.

Im Jahre 2002 verstarben folgende Einwohner:

26.5. – Johann Josef Maßmann,   >    29.5. – Eugen Ptacovsky,   >   01.9. – Anneliese Bonni,   >   10.9. – Dieter Pies (46 Jahre)

Statistik:

Einwohner:                   209    (davon Erstwohnsitz:  193)

Geburten                      2

Eheschließungen:          ..

Sterbefälle:                   4

Sosberg, den 31.12..2002                                              gez. Willi Lehnert, Ortsbürgermeister

 

Chronik 2003

Das Jahr 2003 begann im Januar mit viel Regen und milden Temperaturen. In Deutschland und in Westeuropa gab es auch wieder große Flutschäden. Am 2. 1. durchquerte ein schweres Sturmtief ganz Deutschland und sorgte für erheblichde Sturmschäden. Sosberg blieb jedoch davon weitgehends verschont. Endlich kalt wurde es am 4. 1. und es gab Frost. Die Kinder freuten sich am 6. 1. auf den ersten Schnee in diesem Jahre, der die langersehnte Schlittenfahrt ermöglichte. In dieser Nacht war es Minus 14,6 ° kalt!

Schöne sonnige und frostige Tage gab es bis Ende Februar. Dann wurde es mild mit etwas Regen. Der April begann dann wieder frostig kalt. Tagsüber blieb es trocken bei frühlingshaftem Wetter. An Karfreitag war es wieder sehr windig und kalt. Der Mai war anfangs nass, später jedoch trocken und sehr warm.

Sehr heiß war es bereits im Juni (über 30 ° im Schatten). Die Hitzewelle wurde am 30. 6. mit kräftigen Schauern und Gewittern unterbrochen. Der Juli bescherte uns ebenfalls trockene und heiße Tage (über 33 ° plus im Schatten). Die extreme Trockenheit hielt bis September. Wir erlebten einen so genannten Jahrhundertsommer mit viel Sonne und ganz wenig Niederschlag.

Der Herbst und der Winter waren für die Jahreszeit viel zu mild und wir hofften vergebens auf eine weiße Weihnacht.

Die relativ lange Trockenheit des Jahres 2003 ließ die Bäche zu Rinnsalen werden, Drainagen waren teils ausgetrocknet.  Die Flüsse führten so wenig Wasser, so dass die Schiffe nur mit halber Fracht fahren konnten.

Die Leittragenden dieses sehr trockenen Sommers waren u. a. auch die Landwirte, die mit einer schlechten Ernte rechnen mussten. Die Wintergerste wurde ab der 28. KW eingefahren. Das letzte Sommergetreide wurde am 1. 8. geerntet. Es gab auch große Schäden im Wald durch Käferbefall. Bei uns betroffen war insbesondere der Fichtenbestand auf der Kuppe des  Weidesköpfchen (Weidesrech). Dieser Bestand musste komplett abgeholzt werden.

Zwei Sosberger Frauen wurden in diesem Jahre 90 Jahre alt. Es waren dies am 7. 4. Rosa Haberkamp und am 18. 10. Bozena Haponova. Zu den Gratulanten gehörten u. a. der Bürgermeister, Karl Heinz Simon, und der Ortsbürgermeister, Willi Lehnert, für die Gemeinde. 

Der Kirmessonntag am 2. 3. wurde wiederum vortrefflich durch den „Sosberger Kermes-Verein“ gestaltet. In der voll besetzten Schützenhalle fand unter der Leitung des diesjährigen „Kermesjungen“, Wilfried Göbenich, eine tolle Sitzung statt.

Das Schützenfest wurde am 24., 25. und 29. Mai gefeiert. Das Königspaar hieß Franz-Josef Lehnert und Lydia Kölzer. Jungschützenkönig wurde Christian Hansen aus Walhausen. Zum Brunnenfest wurde am 27. 6. eingeladen. Die Freiw. Feuerwehr freute sich auf die zahlreichen Besucher sowie die Unterstützung des Musikvereines Mastershausen.

Danken an dieser Stelle muss man den Kindern und Jugendlichen, die wieder als Sternsinger unterwegs waren und an Karfreitag sowie Karsamstag kräftig „klapperten“ und „rumpelten“.  Am 8. 11. zogen die Kinder mit ihren Laternen in Begleitung des St. Martin hoch zu Ross zum Martinsfeuer. Anschließend gab es im Feuerwehrgerätehaus die Brezeln und Tüten für die Kinder und Senioren ab dem 70. Lebensjahr.

Zu dem Seniorentag am 7. 12. erschienen wiederum viele Bürgerinnen und Bürger, die das 60. Lebensjahr vollendet hatten. Älteste Teilnehmerin mit 96 Jahren war „Schwowe Len“, ältester Teilnehmer Hermann Weis, 83 Jahre.

Musikalisch abgerundet wurde das Jahr mit dem Weihnachtskonzert am 4. Advent durch den Musikverein Mastershausen.

Der Gemeinderat fasste am 9. 4. den Beschluss, nach Verlegung des Abwasserkanals im Kirchweg und „Am Hof“,  den Kirchweg neu auszubauen. Dieser sei in einem so schlechten Zustand, dass eine Wiederherstellung nicht gerechtfertigt wäre. Dagegen regte sich  großer Widerstand bei den Anliegern, da diese einhellig der Meinung waren, diese Straße wäre gut genug, ein neuer Ausbau sei nicht erforderlich!

Beschlossen wurde auch, dass die Straße „Am Hof“ vorerst nicht ausgebaut werden sollte, da dort mit Kosten von ca. 15 € / m²  für die Anlieger zu rechnen sei. Diese Straße wird wiederum in den ursprünglichen Zustand versetzt, was im Oktober auch geschah.

Der Gemeindeanteil für den Ausbau des Kirchweges wurde am 17. 10. auf  60 %  festgesetzt. Mit Stimmenmehrheit wurde folgende Ausbauvariante beschlossen: Einbau von 4 Schikanen mit Betonsteinpflaster sowie einer beidseitigen Betonpflasterrinne. Die Bauleitung wurde der Verb.-Gemeinde übertragen. Für den Vollausbau dieser Straße hofft die Gemeinde auf einen Zuschuss  durch den Landesbetrieb Straßen und Verkehr in Cochem, da es sich um eine anerkannte verkehrswichtige innerörtliche Straße handelt.  

Nach den Kanalarbeiten im Kirchweg und „Am Hof“ wurde in diesem Jahre auch die zentrale Kläranlage fertig gestellt. Die Inbetriebnahme erfolgte in der 42. KW. Die offizielle Einweihung durch das Abwasserwerk der VG Zell ist im Frühjahr 2004 geplant. Wie man feststellen kann, wurde auf kleinstem Raum eine optimale Anlage gebaut, die sich gut in die Landschaft einpasst.

Der  Forstwirtschaftsplan  für das Jahr 2004 wurde am 17. 10. wie folgt festgesetzt:

a)      Das Einschlagsoll in der Gesamtnutzung auf 520 Festmeter,

b)      die Ausgaben für Holzernte und übrige Betriebsarbeiten auf 13.241 Euro.

Brennholzpreise:           Buche – 36,00 €/rm   >   Buche Langholz       – 22,00 €/rm

                                   Eiche    – 33,00 €/rm   >   Eiche Langholz        – 18,00 €/rm

Die finanzielle Situation der Kommunen ist sehr beängstigend. Durch hohe Steuerausfälle fehlt es den Gemeinden an Einnahmen. Die Pflichtausgaben müssen jedoch erfüllt werden. Die Folge sind unausgeglichene Haushalte.

Verstorben ist:  25. 1. – Rosa Christ

Statistik 2003

Einwohner:                   216   (davon  200  Erstwohnsitz)

Geburten:                        ..

Eheschließungen:             ..

Sterbefälle:                      1

Sosberg, den 15. 1. 2004            -        gez. Willi Lehnert, Ortsbürgermeister

 

Chronik 2004

Bevor ich mit der Berichterstattung von Sosberg beginne, möchte ich auf die wohl größte Naturkatastrophe der Menschheit hinweisen, die sich am 26. 12. 2004 in Süd-Ost-Asien ereignete.

Im Indischen Ozean fand ein gewaltiges Seebeben statt, welches eine große Flutwelle (Tsunami-Welle) auslöste. Eine Tsunami-Welle reicht bis zum Meeresgrund und wird zwischen 800 und 1000 Stundenkilometern schnell. Auf dem Meer sind Tsunamis oft nur einen halben Meter hoch, erst wenn die Welle in flachere Gewässer kommt, türmt sie sich auf 15 Meter oder mehr auf.

Eine solche Welle hat viele Inseln im Indischen Ozean, Strände von Indien, Sri Lanka, Birma, Thailand,  Indonesien (speziell Sumatra) u. a. überschwemmt. Die Welle riss Tausende in den Tod. Betroffen sind neben den Einheimischen auch viele Urlauber, die die Weihnachtstage in den warmen Ländern verbringen wollten. Bis zum heutigen Zeitpunkt (8. 1. 2005) geht man schon von über 160.000 Toten aus. Viele Tausend gelten noch als vermisst. Bilder des Schreckens und Entsetzens gehen durch die Medien. Viele Verbände und Einrichtungen rufen zu Spenden auf. Die Anteilnahme der westlichen Bevölkerung ist sehr groß, was man auch anhand der Spendengelder feststellen kann. Es wird Monate und Jahre dauern, bis die Trümmer beseitigt und die materiellen Schäden behoben sind.

Jetzt darf ich zu unseren Heimatort Sosberg kommen.

Am Nachmittag des 1. Januar gab es kräftigen Schnee mit frostigen Temperaturen, was jedoch nur paar Tage anhielt. Das Wetter mit all seinen Tücken war den Jahreszeiten entsprechend. Es gab Sonne, Regen, Frost, Schnee und auch Stürme. Der Sommer hielt sich etwas bedeckt und brachte mehr Niederschläge als im letzten Jahr. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die Wälder von der Trockenheit des vergangenen Jahres erholen konnten und die Schäden durch den Käferbefall im Wald etwas eingedämmt werden.

Die Getreideernte wurde von einer Regenperiode überschattet. Es gab nur wenige Tage Trockenheit und Sonnenschein. Folglich kam es bei dem ein oder anderen zu empfindlichen Einbußen. Den ersten Schnee für die Saison 2004/2005 gab es in der Nacht vom 9. auf den 10. 11. 2004, der nur paar Tage liegen blieb. Der Traum von einer weißen Weihnacht erfüllte sich nicht. Einige Flocken, die vor Weihnachten fielen, waren auch schnell wieder weggetaut.

Die üblichen Aktivitäten/Veranstaltungen fanden auch im Jahre 2004 statt:

Sternsinger am 10. 1. 2004:          Jessica Lehnert, Dana Pies, Matthias Bintz, Sarah Wilhelm;

Klappern am 9. + 10. 4. 2004:     Das Klappern übernahmen die Kinder von Sosberg;

Schützenfest am 20., 22. +           Königspaar – Andreas Meurer + Ria Christ,

23. 5. 2004:                                 Jungschützenkönig – Christian Hansen;

Brunnenfest am 18. 6. 2004:         Veranstalter – Freiw. Feuerwehr Sosberg;

St. Martin am 13. 11. 2004:         St. Martin hoch zu Ross war Klaus Stephan;

Am 18. 9. wurde wieder zum Kuchenbacken am „Backes“ eingeladen. Die Feuerwehr heizte den Ofen an und lud die Bevölkerung zum Backen und anschließendem Verkosten ein. Die Teilnahme und die Stimmung waren gut, wenn auch der erste Kuchen etwas zu „dunkel“ dem Ofen entnommen wurde.

Ein tragischer Verkehrsunfall ereignete sich am 7. 2. 2004 in der Nähe von Kastellaun, wobei Frau Maria Kölzer im Alter von 79 Jahren noch am Unfallort verstarb. Schwer verletzt wurde ihr Ehemann Walter Kölzer.

Am 15. 2. wurde um 19.30 Uhr die Sirene ausgelöst. Es kam zu einem Schwelbrand in der Speicherdecke des Hauses Christ, Hauptstr. 27 (Mieter: Siegfried und Wiebke Fernau). Auslöser und Ursache waren vermutlich Rückstände in dem dort vorhandenen Räucherhäuschen, die sich durch die Hitze vom Kamin entzündeten. Zur Unterstützung der Freiw. Feuerwehr Sosberg wurde ebenfalls die Stützpunktfeuerwehr Blankenrath gerufen. Der Schwelbrand konnte jedoch recht schnell gelöscht werden.

Das Fest der Goldenen Hochzeit feierten am 15. 4.2004 die Eheleute Siegfried und Ursula Nörenberg. Zu den Gratulanten zählten u. a. der Ortsbürgermeister Willi Lehnert und im Namen der Verbandsgemeinde Zell, der 1. Beigeordnete Kurt Friedrich Goergen.

Einen „runden“ Geburtstag, 80 Jahre, konnten in diesem Jahr feiern:

14. 5. 2004 – Anna Müller, 10. 10. 2004 – Paula Bauer,   9. 11. 2004 – Maria Pies

Der Ortsbürgermeister hatte am 2. Advent (5. 12. 2004)  zum Seniorentag eingeladen, der recht rege besucht war. Älteste Teilnehmerin war Magdalena Limbach, 97 Jahre und ältester Teilnehmer war Hermann Weis, 84 Jahre. Zum Gelingen der Feier trugen bei die Kinder des Kindergartens „Strimmiger Berg“ sowie der Grundschule Mittelstrimmig. Die Bewirtung übernahmen erstmals die Frauen des „Sosberger Kermes-Vereines“.

Die Haushaltssitzung 2004 fand am 18. 2. 2004  statt. Es wurden festgesetzt:

Verwaltungshaushalt     in Einnahmen auf                                  -          116.200,00 €

 und                             in Ausgaben auf                                    -          126.200,00 €

Fehlbedarf                                                                               -            10.000,00 €

Vermögenshaushalt in Einnahmen und Ausgaben auf                 -          186.000,00 €

Festsetzung der Kredite auf                                                     -            83.100,00 €

Hebesätze:

Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe)            -          300 v. H.

Grundsteuer B (Grundstücke)                                                  -          317 v. H.

Gewerbesteuer                                                                        -          352 v. H.

Hundesteuer:

1. Hund   -   30 €,        2. Hund   -   45 €,        jeder weitere  Hund   -   60 €

Jagdgenossenschaft

Am 11. 5. 2004 fand eine Neuwahl des Jagdvorstandes mit folgendem Ergebnis statt:

Jagdvorsteher                                      -          Herbert Bauer,

1. Beisitzer + stv. Jagdvorsteher           -          Franz-Josef Hoffmann - (Vertreter: Horst-Dieter Bonni)

2. Beisitzer + Kassenverwalter             -          Josef Lang - (Vertreter: Alois Spengler)

In der Versammlung der Jagdgenossen am 17. 12. 2004 wurde beschlossen, mit Herrn Wolfgang Jakob, Gartenstr. 11, 40878 Ratingen, über 12 Jahre einen neuen Jagdpachtvertrag abzuschließen (1.4.2005 – 31.3.2017).  Es konnte eine Jagdpacht von 31,49 €/ha der bejagdbaren Fläche erzielt werden.

Europa- und Kommunalwahlen am 13. Juni 2004

Das Jahr 2004 war in Rheinland-Pfalz auch das Jahr der Europa- und Kommunalwahlen. Die großen Parteien hatten bei beiden Wahlen durchweg Verluste zu verzeichnen.

Auf Kreis- bzw. Verbandsgemeinde-Ebene kam es bei der Kommunalwahl zu folgenden Ergebnissen:

Kreistag:

CDU                           -          21 Sitze           -          ( - 3 Sitze)                   -          55,5 %

SPD                            -            8 Sitze           -          ( - 2 Sitze)                   -          20,8 %

FWG Cochem-Zell      -            6 Sitze           -          ( + 6 Sitze)                  -          14,9 %

FDP                            -            2 Sitze           -          ( + / - 0 Sitze)              -            5,0 %

Grüne                          -            1 Sitz             -          ( + / - 0 Sitze)              -            3,8 %

Verbandsgemeinderat  -          (Wahlbeteiligung = 65,69 %)

CDU                           -          16 Sitze           -          ( - 3 Sitze)                   -          49,67 %

SPD                            -            6 Sitze           -          ( - 2 Sitze)                   -          18,94 %

FWG Zeller-Land        -            8 Sitze           -          ( + 4 Sitze)                  -          24,22 %

FDP                            -            2 Sitze           -          ( + 1 Sitz)                    -            7,18 %

Grüne                          -            0                   -          ( + / - 0 Sitze)

Ortsgemeinde Sosberg

Die Wahlen in Sosberg zum Ortsbürgermeister und Gemeinderat erinnern an einen Beitrag in der Chronik des Jahres 1974 wo geschrieben steht:

 „Der große Teil des Ortes war der Meinung, es müsste etwas passieren, damit unser Ort nicht den gesamten Anschluss verliert. So ging es zu den Wahlen, die am 17. März 1974 stattfanden. Der Ort wurde am Sonntag vor der Wahl in Aufregung versetzt, als 2 Jugendliche eine Wahlempfehlung austrugen. Es war eine sehr lebhafte Wahlbeteiligung. Nach Auszählung der Stimmen, die folgendes Ergebnis brachte, wurde im Großen und Ganzen der Wahlvorschlag akzeptiert.“

So etwa auch in diesem Jahr.

Einige Bürger vom Dorf  hatten im Vorfeld der Wahl einen genauen Plan ausgearbeitet, um den bisherigen Gemeinderat abzuwählen!  Hauptthemen und Stein des Anstoßes waren natürlich die Kanalisation der Straßen  „Kirchweg“ und „Am Hof“, der Vollausbau des „Kirchweges“ sowie die Erschließung des Neubaugebietes „Schockerderflur“.

Die Wahlbeteiligung war hoch, was wohl auch auf o. a. Aktivitäten zurückzuführen ist. Sie lag bei 83,01 % (von 153 Wahlberechtigten haben 127 Personen gewählt!). Vier von den fünf auf der Wahlempfehlung genannten Personen wurden gewählt. Die fünfte Person wurde erster Ersatzmann.

Ausgeschieden aus dem Gemeinderat sind:

Horst-Dieter Bonni, Franz-Josef Hoffmann, Herbert Hoffmann und Gerhard Kölzer.

Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:

Josef Lang                               -          68 Stimmen

Elmar Christ                             -          60 Stimmen

Alois Spengler                          -          54 Stimmen

Herbert Bauer                          -          53 Stimmen

Rainer Schmitz                         -          51 Stimmen

Sabine Ambrosius                    -          50 Stimmen

Ersatzleute sind:

Michael Bintz                           -          41 Stimmen

Gerhard Kölzer                        -          33 Stimmen

Herbert Hoffmann                    -          33 Stimmen

Willi Lehnert                            -          30 Stimmen

Andreas Lehnert                      -          25 Stimmen

Franz-Josef Hoffmann              -          18 Stimmen

Die konstituierende Sitzung fand am 14. 7. 2004 statt. In dieser Sitzung wurde Rainer Schmitz von Herbert Bauer zum 1. Ortsbeigeordneten vorgeschlagen. Elmar Christ schlug Josef Lang vor. Bei der anschließenden durch Stimmzettel geheim durchgeführten Wahl entfielen auf Rainer Schmitz 3 Stimmen und auf Josef Lang 1 Stimme. Es gab 2 Stimmenthaltungen. Somit war Rainer Schmitz gewählt. Er nahm die Wahl an. Die Ernennung erfolgte durch den Ortsbürgermeister Willi Lehnert.

Ein Ortsbürgermeister konnte in dieser Sitzung nicht ernannt werden, da Willi Lehnert als einziger Bewerber bei der Wahl am 13. 6. nicht gewählt wurde. Er erhielt  62 Ja-Stimmen und 63 Nein-Stimmen. Hier wurde eine Wiederholungswahl erforderlich, die für den 12. 9. 2004 angesetzt wurde.

Zu dieser Wiederholungswahl fand sich bis zum letzten Tag der Bewerbungsfrist kein Bewerber. Die Folge wäre gewesen, dass dann der neu gewählte Gemeinderat den Ortsbürgermeister wählen würde.

Daraufhin hatte Willi Lehnert wiederum seine Bewerbung abgegeben, um dadurch den Bürgern noch einmal eine Urwahl (Direktwahl) zu ermöglichen. In vielen Gesprächen und Unterredungen wurde kundgetan, dass dies im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung wäre und diese nicht wollten, dass der Ortsbürgermeister vom Gemeinderat gewählt würde!

Willi Lehnert wurde mit 94 Ja-Stimmen (70,15 %) zu  40 Nein-Stimmen gewählt und nahm die Wahl an. Die Ernennung erfolgte am 4. 10. durch den 1. Ortsbeigeordneten Rainer Schmitz.

Der neue Gemeinderat hat den Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2005 am 4. 10. 2004 wie folgt beschlossen:

  1. Einschlagsoll in der Gesamtnutzung auf  560  Festmeter
  2. Ausgaben für die Holzernte und übrigen Betriebskosten auf  12.185 Euro

 Brennholzpreise:

1.    Buche                   -          36 € / rm          -          Eiche                           -          33 € / rm

2.    Buche Langholz     -          22 € / rm          -          Eiche Langholz            -          18 € / rm

Am 28. 12. 2004 wurde der  Haushaltsplan für das Jahr 2005  beschlossen:

Verwaltungshaushalt in Einnahmen + Ausgaben auf                  -          137.800,00 €

Vermögenshaushalt in Einnahmen + Ausgaben auf                    -            49.600,00 €

Festsetzung der Kredite auf                                                     -                     0,00 €

Hebesätze:

Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe)            -          300 v. H.

Grundsteuer B (Grundstücke)                                                  -          320 v. H.

Gewerbesteuer                                                                        -          352 v. H.

Hundesteuer:

1. Hund   -     30,00 €,        2. Hund   -     45,00 €,       jeder weitere Hund    -     60,00 €

Zu erwähnen in diesem Jahre ist auch noch, dass der Vollausbau der Straße „Kirchweg“ zu einem Angebotspreis von 108.351,13 € am 26. 5. 2004 in Auftrag gegeben und von der Fa. Rosendahl & Bucher, Kröv, ausgeführt wurde.

Der ehemals beschlossene Gemeindeanteil in Höhe von 60 % wurde von der Kommunalaufsicht beanstandet. Die Gemeinde wurde zur Korrektur aufgefordert! Daraufhin hat der Gemeinderat am 4. 8. 2004 beschlossen, den Gemeindeanteil und somit auch die Anliegerbeiträge auf  50 %  festzusetzen.

Windkraft 

Die von der Fa. juwi, Mainz, eingereichten Bauanträge für 3 Windkraftenergieanlagen auf dem Thonhügel wurden vom Bauamt, Cochem, abgelehnt.

Folgende Einwohner sind verstorben:   7. 2. 2004 - Maria Kölzer,   2. 9. 2004 - Judit Maas

Statistik:

Einwohner                    223      (davon Erstwohnsitz:    207) 

Geburten:                        2

Eheschließungen:             0

Sterbefälle:                      2

Sosberg, den 8. 1. 2005                                  gez. Willi Lehnert, Ortsbürgermeister

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