Chronik 6!

 

Chronikführung für das Jahr 1991

1991 war, was das Wetter anging ein Jahr, wie man es sich nicht besser vorstellen konnte. Ein Winter wie er sein soll mit Schnee und Frost. Ein wunderschöner Frühling, nur gegen Ende Mai war es bis Ende Juli kalt und naß. Ein Sommer wie im Bilderbuch, vielleicht etwas zu trocken. Er war so schön, das man nicht in den Süden zum Urlaub fahren brauchte. Das Wetter war bis zum Jahresende gut.

Im Jahre 1991 hatte der Gemeinderat die Bevölkerung zu zwei Bürgerversammlungen eingeladen. Am 5. April wurde über die Möglichkeit einer Zweitflurbereinigung informiert. Der Gemeinderat hatte sich zuvor für eine solche Aufklärungsversammlung ausgesprochen, weil es ihm sinnvoll und notwendig erschien den Strukturwandel auf die Erfordernisse einer verbesserten Bewirtschaftung (größere Flächen) für die landwirtschaftlichen Betriebe zu schaffen und zu ermöglichen.

Das Interesse der Grundstückseigentümer, Landwirte, Pächter und Verpächter war gut. Grundsätzlichen Widerspruch gab es in der Versammlung nicht, was den Gemeinderat auf seiner Sitzung am 14. 6. 1991 dazu veranlaßte, eine agrarstrukturelle Vorplanung beim Kulturamt Mayen zu beantragen.

In der zweiten Bürgerversammlung am 14. 6. 1991 ging es um die Frage der Verwendung des ehemaligen Backhauses im Oberdorf. Ein Thema was in der Gemeinde seit vielen Jahren diskutiert und im Gemeinderat auf unzähligen Sitzungen behandelt und nie eine Lösung gefunden wurde. Den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Gemeinderat wurden vom Planungsbüro Karst viele Möglichkeiten für eine sinnvolle Nutzung und Verwendung des alten Gebäudes vorgeschlagen und erläutert.

Nach eingehender Diskussion sprach sich die Versammlung für die Erhaltung des Backofens und des Feuerwehrgerätehauses aus. Weiter soll ein kleiner Dorfplatz sowie eine Bepflanzung des Grundstückes und einer Buswartehalle erfolgen. Am 10. 7. 1991 beschloß der Rat, den vom Planungsbüro erarbeiteten Entwurf mit kleinen Ergänzungen zu erstellen, um einen Zuschußantrag zu stellen.

Ergebnis der Landtagswahl am 21. April 1991.

Wahlberechtigt:                        151

Wähler:                                   114

Wahlkreisstimmen:                   CDU               73

                                               SPD                36

                                               FDP                  2

                                               Grüne                3

                                                                                 (1987)

Landesstimmen:                       CDU               69        ( 94 )

                                               SPD                36        ( 18 )

                                               FDP                  3         ( 6 )

                                               Grüne                4         ( 3 )

                                               Rep                   1

Im Mai feierte der Schützenverein wieder sein traditionelles Schützenfest.

Im Januar wählte die Freiwillige Feuerwehr Herrn Wilhelm Lehnert zu ihrem Wehrführer. Dieser wurde dann im Mai beim Verbandsgemeindefeuerwehrtag in Blankenrath in sein Amt eingeführt.

Am 8. Juni dieses Jahres lud die Gemeinde die Bevölkerung zu einem öffentlichen Waldbegang ein. Dieses Bild zeigt Forstdirektor Muscheid beim Erklären einer Borkenkäferfalle.

Ebenfalls im Juni starteten die Senioren mit ihren Helferinnen nach Idar-Oberstein und Bad Münste a. Stein. Zum Abschluß kehrte man in der Trifthütte im Soonwald ein, wo ein Sohn unseres ehemaligen Lehrers Emil Busch, Hermann-Josef ein großes Ausflugslokal mit ausgezeichneten Grillspezialitäten führt.

Altentag am 8. Dezember 1991

Am 20. 11. 1991 legte der Gemeinderat den Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 1992 fest.

a)         im Verwaltungshaushalt in der Einnahme und Ausgabe auf 279.500 DM

b)         im Vermögenshaushalt in der Einnahme und Ausgabe auf je 310.9950 DM

Sosberg im Januar 1992, Brigitte Hirt

Statistik 1991                                                                         

Einwohner:                   183

Geburten:                     2

Eheschließungen:          -                                                       

Sterbefälle:                   2                                                       

 

Chronikführung für das Jahr 1992

Im Gegensatz zum letzten Jahr ging es wie in den vergangenen Jahren, was das Wetter anbelangt weiter. Ein Winter, der keiner war, es gab nur einmal etwas leichten Schnee mit mäßigem Frost in der Nacht. )

Das Frührjahr war sehr warm und trocken, sodaß die Landwirte mit der Frühjahrsbestellung frühzeitig beginnen konnten, denn eine zeitige Aussaat garantiert meistens auch eine gute Ernte. Ein schöner Sommer, aber mit zuwenig Regen mit Temperaturen bis 36 Grad. Vom Kreiswasserwerk wurde auf einen behutsamen und sparsamen Wasserverbrauch hingewiesen.

In Sosberg war dank unserer eigenen Wasserentnahme aus unserer Tiefenbohrung kein Wassermangel zu spüren.

Im März diesen Jahres stattete das geographische Institut der Universität Mainz eine Studie über den ländlichen Raum, hier geht es um den Wandel der Landbevölkerung von reiner Landwirtschaft bzw. Handwerk in der Vergangenheit bis zum heutigen Stand.

Herr Dr. Schürmann hat mit seinem Team Sosberg ausgesucht um hier die Entwicklung soweit wie immer möglich zurückzuverfolgen und darzulegen. Die Studie soll etwa 1994 fertiggestellt sein.

Wie auch in den letzten Jahren, so hat sich auch unser Dorf in diesem Jahr am Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" beteiligt und dabei auf Kreisebene einen beachtlichen 6. Platz errungen, der mit einer Prämie von 500,-- DM belohnt wurde.

In der Karwoche wurde von den Kindern des Dorfes ein seit langem nicht mehr gepflegter Brauch wieder aufgenommen und zur Freude aller Dorfbewohner ins Leben zurückgerufen. Hier gehen die Kinder ab Gründonnerstag mit Holzklappern und zum Teil sehr alten Rumpelen drei mal täglich durchs Dorf. Morgens und Abends rufen die Kinder: Es rompelt Betglock. Gründonnerstags und Karsamstagmittag rufen sie: Et rompelt Mittag. Am Karfreitagmittag rufen die Kinder: Heil im Grab, Mittag übermorgen es Ostertag. Ich hoffe, das dieser alte Osterbrauch auch in Zukunft von unseren Kindern aufrecht erhalten werden kann.

Die nebenstehenden Bilder zeigen die Kinderschar beim rompeln.

Im Herbst wurde das Gemeindepachtland neu verpachtet. Um die neuen Pachtbedingungen festzusetzen, mußte sich der Gemeinderat drei mal treffen, um hier zu einem Ergebnis zu kommen. Hier war wohl die angespannte Situation und die geänderten Rahmenbedingungen seitens der EWG für die Landwirtschaft schuld.

Die Pachtpreise wurden vom Gemeinderat wie folgt festgesetzt: Ackerland 165,-- DM ha (Alter Pachtpreis 150,-- DM ha) Wiesen 85,-- DM ha (100,-- DM ha). Ein kleiner Auszug aus einem Bericht der Rheinzeitung über die Situation der hiesigen Landwirtschaft.

Am 22. November luden die Frauen zu ihrem großen Basar in die Schützenhalle ein. Wie in den letzten Jahren, so konnten sie auch in diesem Jahr viel für soziale und kirchliche Zwecke erreichen und spenden. Allein für die Anschaffung der neuen Marienglocke in unserer Kirche wurden 5.389,92 DM bereitgestellt.

Am Samstag, dem 12. Dezember war ein großer und bedeutender Tag in unserer Gemeinde. Unsere Filialkirche erhielt zwei neue Glocken, sowie ein elektrisches Läutewerk. In einem feierlichen Gottesdienst wurden die beiden neuen Glocken von Herrn Dechant Daun aus Lingerhahn unter großer Beteiligung der Dorfbevölkerung eingesegnet.

Untenstehendes Bild zeigt Dechant Daun und Pastor Beringer beim Einsegnen der 2 neuen Glocken.

Untenstehendes Bild zeigt die beiden ältesten Einwohnerinnen Gertrud Bauer (links) Helene Linden (mitte) sowie Magdalene Limbach beim Anschauen der beiden neuen Glocken.

Dieses Bild zeigt die beiden neuen Glocken, links die Marienglocke (110 kg) mit der Aufschrift: Santa Maria ora pro nobis, Sosberg 1992, Durchmesser: 57 cm. Rechts die Matthiasglocke (65 kg) mit der Aufschrift: Santa Matthia ora pro nobis, Sosberg 1992.

Am 6. Dezember lud die Gemeinde zum jährlichen Altentag alle älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger ein. Kindergarten und Grundschüler unterhielten die älteren Leute mit Vorträgen, Liedern und Gedichten. St. Nikolaus überreichte allen Teilnehmern ein kleines Geschenk.

Am 15. 1. 1993 legte der Gemeinderat die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 1993 fest.

a)         Im Verwaltungshaushalt die Einnahmen und Ausgaben auf je    275.200,-- DM

b)         Im Vermögenshaushalt die Einnahmen und Ausgaben auf je       88.660,-- DM

Die Steuerhebesätze blieben unverändert.

Die Waldwirtschaftspläne wurden wie folgt festgesetzt:

a)   Das Einschlagsoll in der Gesamtnutzung auf 600 fm

      b)  Die Ausgaben des Kulturplanes auf 35.258,-- DM.

Ansonsten gab es im Jahre 1992 keine besonderen Vorkommnisse in unserem Dorf.

Sosberg, im Juli 1993, Brigitte Hirt                                                                                                                 

Statistik 1992

Einwohner:                   197                                        

Geburten:                     1                                                       

Eheschließungen:          1

Sterbefälle:                   9

                                                                                   

Chronikführung für das Jahr 1993

Was sich schon in den letzten Jahren beim Wetter abzeichnet, so ist auch für 1993 kein normaler Wetterablauf zu verzeichnen. Wieder kein Winter, bis auf einige Tage im November 11. bis 21. war es trocken und kalt, bis 11 Grad in der Nacht. Um Weihnachten gab es auch etwas Schnee. Einige Tage vor Weihnachten gab es aber sintflutartige Regenfälle, was Flüsse und Bäche zu Jahrhunderthochwasser ansteigen ließ, was nicht nur an den Flüssen wie Rhein und Mosel usw. zu Millionenschäden führte, sondern auch bei uns an Bächen und Feldern erhebliche Schäden verursachte.

Wir sehen hier Schäden von Ackerflächen auf dem Tonhügel.

Vor und nachstehend zeigen einige Bilder und Berichte über die Hochwasserschäden in unserer Region.

Wie kleine Bäche kam das Wasser aus Wiesen und Feldfluren.

In Sosberg kam es zu Schäden am Weg nach Mastershausen, wo ein Großteil von der Böschung an der Brücke in der Kleinbach abgerutscht war. In der Nogelsbach, an der Forster Brücke wurde ein Großteil der Straße vom Wasser weggespült.

Es läßt immer mehr den Schluß zu, daß häufig extreme Wetterlagen lange Trockenheit und wie jetzt sintflutartige Regenfälle sich das Wettergefüge verändert hat.

Bei der langen Trockenheit im Sommer nahm auch der Schaden im Wald durch den sehr starken Befall des Borkenkäfers enorm zu. Die befallenen Bäume mußten großflächig abgeholzt, entrindet, das Astwerk und die Rinde verbrannt, sowie die Stämme mit ensprechenden Mitteln behandelt werden.

Am 6. März wurde Frau Helene Linden 90 Jahre alt. Herr Bürgermeister Huwer und Ortsbürgermeister Werner Hirt überbrachten die besten Wünsche der Verbandsgemeinde und des Kreises, sowie der Gemeinde Sosberg und wünschten dem Geburtstagskind alles erdenklich Gute.

Am 24. Juli feierten die Eheleute Gertrud und Willi Bonni das seltene Fest der Goldenen Hochzeit. Der Jubilar war 78 Jahre, die Jubilarin 73 Jahre alt.

Im Laufe des Frühjahres wurde der Kinderspielplatz auf dem Gelände des alten Schulhofs fertiggestellt.

EINWEIHUNG KINDERSPIELPLATZ

Ein Fest für alle!

  Am Sonntag ist es nun soweit,

unser neuer Kinderspielplatz wird eingeweiht.

Alle Leute groß und klein,

laden wir dazu herzlich ein.

Am 23. Mai hatte die Gemeinde die ganze Dorfbevölkerung eingeladen. Die Feier begann mit einem festlichen Kindergottesdienst, anschließend segnete Pastor Beringer den neuen Kinderspielplatz ein. Neben der Bevölkerung begrüßte Ortsbürgermeister Werner Hirt unseren Landrat Herrn Dr. Klaus-Peter Balthasar, Herrn Bürgermeister Eckehard Huwer und die am Bau beteiligten Firmen.

Zu den Gesamtkosten von 50.000,-- DM gab der Kreis einen Zuschuß von 10.000,-- DM, sowie das RWE von     1.700,-- DM. Außerdem hatten zwei Mütter aus dem Ort, Frau Antonia Brohl und Frau Andrea Kucharski sich an einem Wettbewerb einer Kinderwindelfirma beteiligt, wobei eine Springburg (Hüpfburg) gewonnen wurde. Diese stellten die beiden Mütter der Gemeinde zur Verfügung.

Der Gemeinderat beschloß die Springburg zu verkaufen und den dafür erhaltenen Betrag von 8.500,-- DM ebenfalls für den Kinderspielplatz zu verwenden, sodaß der Platz für 30.000,-- DM errichtet werden konnte.

Die Firma Bauer aus Sosberg hat den Platz gebaut. Für alle Bürgerinnen und Bürger gab es kostenloses Mittagessen, Erbseneintopf mit Wurst. Alle Getränke wurden pro Getränk für 1 DM verkauft. Für die Kinder gab es Kinderbelustigungen sowie einen Luftballonwettbewerb.

Für die am weitesten geflogenen Luftballons gab es schöne Preise zu gewinnen.

Den 1. Preis gewann Oliver Straus

Den 2. Preis gewann Peter Hoffmann

Den 3. Preis gewann Stefanie Hoffmann

Den 4. Preis gewann Eva Bonni

Den 5. Preis gewann Christina Kölzer

Herrn Pastor Beringer und der Ortsbürgermeister bei der Einsegnung des Spielplatzes.

Kindergarten und Grundschüler tragen Lieder und Gedichte vor.

Ortsbürgermeister Hirt dankt den beiden Frauen für ihren Tatkräftigen Einsatz mit der Springburg.

Im Oktober wurde mit der Neugestaltung des Friedhofes sowie mit dem Ortseingang begonnen. Die Arbeiten am Friedhof wurde an die Firma Ernst Schmidt aus Lahnstein für 288.796,05 DM vergeben.

Die Firma Bauer-Göbenich aus Sosberg hatte für 292.918,16 DM die Arbeiten angeboten. Da die Maßnahme mit 115.000,-- DM bezuschußt wird, war die Gemeinde wohl gehalten, die Arbeiten an die billigste Firma zu vergeben. Über die Vergabe dieser Arbeit gab es wohl einige Diskussionen im Gemeinderat, was letzlich zu einer Verzögerung zum Beginn der Arbeiten führte.

Den Zuschlag für den Ortseingang erhielt die Firma Schnorpfeil aus Treis-Karden zum Angebotspreis von 146.751,21 DM. Hiervon muß die Gemeinde einen Kostenanteil von 19.046,07 DM bezahlen.

Nachfolgend einmal einen kleinen Überblick über die finanzielle Lage der Gemeinde Sosberg am Ende des Jahres 1993. Auch einige Beiträge über die Lasten der Kommunen in den kommenden Jahren, die durch enorme Steuerausfälle, Bund-Länder-Finanzausgleich Solidaritätsbeitrag Deutsche Einheit u. s. w. sehr zu verschlechtern droht.

Laut Haushaltsplan der Gemeinde Sosberg für 1994 sind hier schon Steuermindereinnahmen von 37.000,-- DM zu verkraften. Weniger Schlüsselzuweisungen vom Land, gesunkene Steuereinnahmen von der Lohn- und Einkommensteuer, woraus sich die Steuerkraft der Gemeinde ergibt zählen wohl zu diesem Ergebnis mit.

( Es folgt über 2 Seiten eine Übersicht über die Haushalts- und Finanzlage vom 28. 12. 93 )

( Zeitungsausschnitt vom 29. 10. 1993 "Bald stehen die Ampeln auf Dauerrot" - "Kreistag ... " )

( Zeitungsausschnitt vom 15. 12. 1993 "Die Gemeinden müssen bluten" )

( Zeitungsausschnitt "Last der Pflichtaufgaben drückt" )

( Zeitungsausschnitt vom 7. 12. 1998 "Den Rahm schöpfen andere ab" )

Beispiel von Sosberg:

200 Einwohner

1,79 DM / cbm            Wassergeld     

2,31 DM / cbm            Abwasser       

0,24 DM / qm             Oberflächen

Müllgebühr                  120 L / 180,-- DM

Benutzung Leichenhalle / 40,-- DM

Reihengrab                  100,-- DM

Straßenreinigung / Privat

Grundsteuer                 A: 300 %

Grundsteuer                 B: 300 %

Gewerbesteuer                 320 %

Am 17. 11. 1993 legte der Gemeinderat die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für 1994 fest.

a)         Im Verwaltungshaushalt die Einnahmen und Ausgaben auf je 224.200,00 DM

b)         Im Vermögenshaushalt die Einnahmen und Ausgaben auf je 126.460,00 DM

Die Steuerhebesätze blieben unverändert.

Die Waldwirtschaftspläne sahen wie folgt aus.

a)         Das Einschlagsoll in der Gesamtnutzung auf 455 fm.

b)         Die Ausgaben des Kulturplanes auf 9.318,00 DM

            Des Sonder-Kulturplanes auf 5.912,00 DM

Sosberg, im Februar 1994, Brigitte Hirt

Statistik 1993:                                                                       

Einwohner:                   200                                        

Geburten:                     3                                           

Eheschließungen:          2                                           

Sterbefälle:                   2                                           

 

Chronikführung für das Jahr 1994

Das Jahr fing mit Regen und Schnee an. Der Januar war nicht kalt, ab dem 2. Februar fiel das Thermometer bis 12 ° unter Null. Es war eine Woche trocken kalt. Danach gab es viel Regen- und Schneeschauer, sodaß mit der Aussaat erst am 20. April begonnen werden konnte.

Auf Weißen Sonntag gab es Schnee und es war sehr kalt. Ab mitte Juni wurde es warm und der Sommer war bis 36 ° heiß. Es gab 6 Wochen keinen Regen. Der erste Regen fiel am 6. August. Danach war es nicht mehr so heiß, bis 30 °.

Die Getreideernte war gut, Regen gab es erst im Oktober und November wieder. An Weihnachten gab es ganz leichten Schneefall und etwas Frost. Nachfolgend einige Berichte und Auszüge über das Wetter 1994.

Im Jahre 1994 gab es in der Gemeinde einige besondere Ereignisse. Als erstes feierte unser Schützenverein am 8. Mai sein 25.jähriges Gründungsfest, was mit einem großen Fest begangen wurde. Ein großer Festzug zog mit 2 Musikkapellen durch den festlich geschmückten Ort. Viele Schützenvereine und Ehrengäste waren eingeladen und nahmen am Fest teil. Dieses Bild zeigt Schirmherr Landrat Dr. Balthasar beim Anstecken der Ehrennadeln.

Landrat Dr. Balthasar bei der Festansprache und der Pokalübergabe an den I. Vorsitzenden Andreas Lehnert.

Auch in diesem Jahr nahm unsere Gemeinde wieder am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teil, und konnte hier in der Hauptklasse den 5. Platz auf Kreisebene erreichen und erhielt eine Prämie von 500,-- DM

Ebenfalls im Mai konnte die Maßnahme zur Neugestaltung des Friedhofs und des Friedhofsumfeldes und des Ortseingangs fertiggestellt werden. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 358.000 DM. Zur Erweiterung der Straßenbeleuchtung entlang des Fußweges 13.000 DM.

Am 12. Juni standen die Kommunalwahlen, Kreis, Verbandsgemeinde, Gemeinde, sowie die Europawahl an. Auch in diesem Jahr gab es wieder eine Neuerung bei der Kommunalwahl und zwar die Direktwahl der Landräte, Bürgermeister und Ortsbürgermeister. Hier konnten sich Personen direkt durch Unterstützungsstimmen öffentlich bewerben und zur Urwahl stellen.

In Sosberg gab es nur einen Bewerber, in der Person des bisherigen Ortsbürgermeisters. Wird ein Bewerber mit mehr als 50 % der abgegebenen, gültigen Stimmen auch noch als Gemeinderatsmitglied gewählt, so kann er nur eines der beiden Mandate annehmen. Dadurch wurde die Zahl der Gemeinderatsmitglieder auf 6 erhöht.. Der Ortsbürgermeister hat bis auf einige, wenige Ausnahmen gleiches Stimmrecht wie die Ratsmitglieder.

Nachfolgend die Ergebnisse der Wahlen.

Zur Wahl des Ortsbürgermeisters waren 146 Personen wahlberechtigt, davon haben 127 Personen gewählt.

Die Wahlbeteiligung betrug 86,99 v.H.

Die Stimmabgabe von 124 Wählern war gültig, von 3 Wählern ungültig.

Von den gültigen Stimmen entfielen auf den Bewerber Hirt, Werner, "Kennwort HIRT"

95 Ja-Stimmen (76,61 %) und 29 Nein-Stimmen (23,39 %).

Somit ist Herr Werner Hirt zum Ortsbürgermeister der Gemeinde Sosberg gewählt.

Untenstehend das Ergebnis der Gemeinderatswahl in Sosberg.

Zur Gemeinderatswahl waren 146 Personen wahlberechtigt, davon haben 126 Personen gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 86,30 v.H. Die Stimmabgabe von 123 Wählern war gültig, von 3 Wählern ungültig.

In den Gemeinderat sind gewählt:

1.         Werner Hirt                                         mit 77 Stimmen

2.         Herbert Bauer                                      mit 59 Stimmen

3.         Ernst Lehnert                                       mit 53 Stimmen

4.         Horst Nikolay                                     mit 52 Stimmen

5.         Horst-Dieter Bonni                              mit 52 Stimmen

6.         Rainer Schmitz                                    mit 44 Stimmen

Ersatzleute für den Gemeinderat sind:

1.         Willi Lehnert                                        mit 38 Stimmen

2.         Herbert Hoffmann                               mit 37 Stimmen

3.         Franz-Josef Hoffmann                         mit 31 Stimmen

4.         Heinrich Weis                                      mit 31 Stimmen

5.         Gerhard Kölzer                                   mit 26 Stimmen

6.         Josef Lang                                           mit 21 Stimmen

7.         Andreas Lehnert                                  mit 20 Stimmen

8.         Franz-Josef Lehnert                             mit 19 Stimmen

9.         Joachim Pies                                       mit 17 Stimmen

10.       Christian Engler sen.                            mit 13 Stimmen

11.       Elmar Christ                                        mit 13 Stimmen

12.       Wilfried Göbenich                               mit 12 Stimmen

Herr Rainer Schmitz hat das Mandat nicht angenommen.

Bei der Wahl zum Kreistag entfielen auf die

CDU:                          2555 Stimmen

SPD:                           987 "

Grüne:                         219 "

FDP:                           106 "

Bei der Wahl zum Verbandsgemeinderat entfielen

CDU:                          1986 Stimmen

SPD:                           915 "

FWG:                          281 "

FDP:                           115 "

Bei der Wahl zum Europa-Parlament entfielen

CDU:                          71 Stimmen

SPD                            26 "

FDP                            5 "

Grüne:                         4 "

Rep:                            2 "

ÖDP:                           2 "

CM:                            1 "

APD:                           1 "

PBC:                           1 "

Die unregierbaren Autonome Liste 1 Stimmen.

Am 16. Oktober fand die Wahl zum Deutschen Bundestag statt. Nachfolgend das Ergebnis in der Gemeinde Sosberg.

Wahlberechtigte.....................144

Erststimmen..............................................................Zweitstimmen

CDU...........................78............................................CDU...........................69

SPD............................24............................................SPD............................30

FDP..............................8............................................FDP..............................4

Grüne............................3...........................................Grüne.............................4

...................................................................................Rep...............................1

Am 11. Dezember fand wie in jedem Jahr der Altentag der Gemeinde statt. Die Kinder vom Kindergarten und der Grundschule erfreuten die älteren Leute mit Liedern und Vorträgen.

Im März wurden von Bürgermeister Huwer drei verdiente Ratsmitglieder geehrt -                                                         (Ernst Lehnert - 25 Jahre, Werner Hirt und Horst Nikolay 20 Jahre Gemeinderatsmitglieder).

Im Laufe des Sommers wurde am Weg nach Mastershausen das neue Wolfskreuz aufgestellt. Peter Bauer aus Sosberg hat mit sehr viel Liebe und Können ein neues Stück Heimatgeschichte geschaffen, was fast schon verloren schien, denn das alte Wolfskreuz aus dem Jahre 1836 war in einem so schlechten Zustand, das es nicht mehr zu restaurieren war.

Nachfolgend einige Bilder, die Peter Bauer (Killmatze Peter) bei der Arbeit des neuen Wolfskreuzes zeigen.

Am 25. Oktober wurde der Vorstand für die beschlossene Zweitflurbereinigung im Gemeindehaus von den Eigentümern aus Sosberg und Forst gewählt. Für Sosberg wurden gewählt: Bauer Herbert, Horst-Dieter Bonni und Franz-Josef Lehnert.

Von Forst wurden gewählt Reinhold Kölzer u. Josef Treins. Das Kulturamt Mayen hat im November die Arbeit aufgenommen und mit der Wertermittlung der Grundstücke begonnen. Von der Zweitflurbereinigung versprechen sich Eigentümer, Landwirte und die Gemeinden eine positive Entwicklung zur Pflege und Erhaltung, sowie Verbesserung der Feldflur als Kulturlandschaft und Schaffung großer Wirtschaftseinheiten, sowie die Möglichkeiten zur Schaffung eines Wohnbaugebietes.

Im Laufe des Jahres schloß die Universität Mainz die im Jahre 1992 begonnene Studie über den ländlichen Raum hier in Sosberg ab.

Obenstehendes Bild zeigt die Stelle am Weg nach Mastershausen, die bei dem Jahrhundert-hochwasser beschädigt wurde, bei der neuen Instandsetzung durch die Firma Treis aus Zell-Merl. Es entstand ein Schaden von 6.000,-- DM.

Am 16. 11. legte der Gemeinderat die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für 1995 fest.

a)         Im Verwaltungshaushalt die Einnahmen und Ausgaben auf je 282.500,-- DM fest.

b)         Im Vermögenshaushalt die Einnahmen und Ausgaben auf je 176.860,-- DM fest.

            Die Steuerhebesätze blieben unverändert.

            Die Festsetzung der Kredite auf 68.000,-- DM.

Die Waldwirtschaftspläne für 1995 sehen wie folgt aus:

a)         Das Einschlagsoll in der Gesamtnutzung auf 800 fm.

b)         Die Ausgaben des Kulturplanes auf 7.210,-- DM

Ansonsten gab es im Jahre 1994 keine besonderen Vorkommnisse.

Sosberg, im Januar 1995Brigitte Hirt

Statistik 1994:                                                            

Einwohner:       203

Geburten:         -----

Eheschließungen: 1

Sterbefälle:         .1

                                                                                 

Chronikführung für das Jahr 1995

In der ersten Januarwoche gab es etwas Schnee und es war bis 12 ° unter Null. Die Kinder konnten mal wieder Schlitten fahren. Ende der Woche fiel Schnee mit einigen Verwehungen. Ende Januar gab es sehr viel Regen, was wieder zu Hochwasser führte, aber nicht ganz so schlimm wie in den letzten Jahren. In der Nacht vom 15. - 16. Februar zog ein schweres Gewitter übers Land mit Sintflutartigem Regen. In einer alten Bauernregel heißt es: Donnert es über einen kahlen Baum, hat der Bauer sein Heu schon halb daheim, was aber in diesem Jahr nicht beobachtet werden konnte. Dank der vielen Regenfälle im Winter, war es ein sehr gutes Jahr für die Landwirtschaft.

In der letzten Märzwoche gab es noch einmal sehr viel Schnee, eigentlich mehr als im ganzen Winter, was auch die Frühjahrseinsaat behinderte. Im April einige sehr schöne, warme Tage. Sonst bis Ende Juni regnerisch und kühl. Der Sommer war sehr heiß, bis 37 °. Juli und August sehr trocken, wenig Regen.

Mitte September war das schöne Sommerwetter auch schlagartig zu Ende, es gab Regen und schlechtes Wetter bis Ende Oktober. Im November war es schon bis 10 ° kalt. Zum Winteranfang war es noch einmal sehr mild mit viel Regen, aber pünktlich zu Heiligabend gab es Schnee und leichte Kälte, bis zum Jahresende war es winterlich.

Am 19. Februar besuchte Weihbischof Leo Schwarz unsere Filialkirche in Sosberg. Die Kirche war bis zum letzten Platz gefüllt, die Feier wurde vom neugegründeten Kirchenchor umrahmt.

Am 6. März wurde Herr Ernst Lehnert in Würdigung seiner Verdienste für seine jahrzehntelange, freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit in Kirche und Gemeinde mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Herr Lehnert ist der erste Bürger unseres Ortes mit einer so hohen Auszeichnung.

Am 10. April wurde mit dem Abriß des alten Backhauses (60 Jahre) im Oberdorf begonnen.

Oben und nachstehende Bilder zeigen das Gebäude vor und beim Abriß. Die Abrißarbeiten wurden von der Firma Bucher aus Kröv durchgeführt. Die Kosten betrugen 22.942,62 DM.

Die nachfolgenden Bilder zeigen die Firma bei ihren Abbrucharbeiten.

Die Maurerarbeiten, Rohbauarbeiten, Verputzarbeiten wurden von der Firma Wilfried Göbenich aus Sosberg durchgeführt. Die Kosten hierfür lt. Ausschreibung 75.475,65 DM.

Die Zimmerarbeiten wurden von der Firma Elmar Christ aus Sosberg durchgeführt. Die Kosten hierfür lt. Ausschreibung 22.729,-- DM.

Die Dachdecker und Klempnerarbeiten wurden von der Firma MS Bedachungen aus Dickenschied zum Angebotspreis von 20.587,19 DM durchgeführt.

Die Tiefbau- und Pflasterarbeiten wurden von der Firma Knoop aus Zeltingen zum Preis von 48.232,21 DM durchgeführt.

Die Brunnenanlage wurde von der Firma Rüber u. Michels aus Mayen zum Preis von

29.834,22 DM errichtet. Der Entwurf des Brunnens stammt von Peter Bauer aus Sosberg.

Die Elektroarbeiten wurden von der Firma Scheidt aus Bullay zum Angebotspreis von  4.247,93 DM ausgeführt.

Die Pflanzarbeiten wurden durch die Behindertenwerkstatt aus Kastellaun zum Preis von 2.154,98 DM durchgeführt.

Die Bauleitung für die Hochbaumaßnahmen hatte das Planungsbüro Karst aus Nörtershausen. Die Leitung der Tiefbaumaßnahmen lag in den Händen der Bauabteilung der Verbandsgemeinde.

Ich glaube mit dem Bau des Platzes wurde für die Bürger des Dorfes die Möglichkeit der Begegnung und Erholung geschaffen. Es ist zu hoffen und zu wünschen, daß die noch erhaltene Backvorrichtung noch oft zum Brotbacken benutzt werden kann und damit ebenfalls die Möglichkeit zur Begegnung und Erhaltung alter Traditionen beitragen kann. Für dieses Bauvorhaben erhielt die Gemeinde Zuschüsse von 54.000 DM.

Am 6. Mai dieses Jahres lud die Gemeinde die Bürgerinnen und Bürger zu einem Waldbegang ein.

Dieses Bild oben zeigt die Gruppe bei einer Rast an der Steinkaul, auf halber Strecke, die über den Hellberg, Burgbüsch, zum Egtberg hinaus führte. Zum Abschluß gab es für alle Teilnehmer ein deftiges Eintopfessen im Gemeindehaus.

Am 12. Mai beschloß der Gemeinderat eine neue Erschließungssatzung , was wohl nötig war, weil die Gemeinde für erhaltene Zuschüsse eine entsprechende Satzung lt. Kommunalabgaben-gesetz haben muß, um die vom Gesetzgeber geforderten Einnahmequellen voll ausschöpfen muß. Eine direkte Auswirkung auf die Grundstückseigentümer hat die neue Satzung jedoch noch nicht, weil diese nur für ein evtl. Neubaugebiet in Frage kommt. Die neue Satzung hat gegenüber der alten Satzung bis auf zwei Neuerungen keine wesentlichen Änderungen.

1. Der Kostenanteil wird von derzeit 50 % auf 90 % angehoben,

2. die Berechnung der Grundstückstiefe wird von 50 auf 35 Meter Beitragsfläche (Tiefe) festgelegt.

Am 25., 27., 28. Mai dieses Jahres feierte unser Schützenverein sein traditionelles Schützenfest.

Am 5. August feierte Frau Rosa Linden ihren 90. Geburtstag. Bürgermeister Huwer und Ortsbürgermeister Hirt überbrachten die Glückwünsche der Bevölkerung. Die Jubilarin ist noch bei guter Gesundheit und nimmt am Dorfgeschehen regen Anteil.

Im Herbst wurde mit dem Ausbau des Waldweges vom Egtberg zum langen Berg begonnen. Der Weg wurde auf einer Länge von 900 Metern verbreitert und befestigt. Die Firma Herbert Bauer aus Sosberg führte die Arbeiten durch. Die Kosten betrugen 33.641,24 DM. Die Gemeinde erhielt hierzu einen Zuschuß von 70 %.

Ebenfalls im Herbst wurde nochmals ein Teil der Waldschutzkalkung im Gemeindewald vorgenommen.

Nebenstehende Bilder zeigen die Befüllung der Streufahrzeuge vom Silowagen aus.

Diese Bilder zeigen das Fahrzeug bei der Arbeit. Der Kalk von der Obermosel wurde mit sehr hohem Druck etwa 80 Meter vom Weg in den Wald hineingeblasen.

Die Maßnahmen wurden durchgeführt, um hier der immer weiteren Versauerung der Waldböden vorzubeugen und zu begegnen, um das Krankheitsbild des Waldes zu verbessern. Es wurden 3 Tonnen Kalk pro ha von einer Firma aus Bayern ausgebracht. Die Kosten betrugen 21.250,-- DM für 50 ha. An Zuschuß erhielt die Gemeinde 16.630,-- DM.

Die Waldwirtschaftspläne für 1996 sehen wie folgt aus:

a)   Das Einschlagsoll in der Gesamtnutzung auf 720 fm.

b)   Die Ausgaben für Fällung und sonstige Betriebsausgaben 47.880,-- DM.

Am 10. Dezember lud die Gemeinde ihre älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger ins Gemeindehaus ein.

In diesem Jahr fand das alljährliche Advents- und Weihnachtskonzert auf dem neu errichteten Dorfplatz statt. Viele Besucher wurden mit Advents- und Weihnachtsliedern vom Musikverein auf das Weihnachtsfest eingestimmt. Für alle Besucher gab es von der Freiwilligen Feuerwehr einen kostenlosen Glühweinausschank.

Weihnachtskonzert 1995

Samstag, den 23. 12. 1995 um 16:30 Uhr

Am Dorfplatz Sosberg

Musikverein Mastershausen - Sosberg

Leitung: Herr Bernhard Nauth

Am 2. Weihnachtstag fand das schon zur Tradition gewordene Krippenspiel durch die Kinder unseres Dorfes statt. An diesen Tagen konnte die Kirche, so auch in diesem Jahr die vielen Besucher kaum fassen. Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, das diese und weitere alte Traditionen weiter verfolgt und gepflegt werden.

Nebenstehend ein kleiner Auszug aus der Zeitung im Bezug auf die erstellte Studie durch die Universität Mainz.

Soweit die Chronikführung für das Jahr 1995.

Sosberg, im Februar 1996, Brigitte Hirt

Statistik:

Einwohner:                   198

Geburten:                     3

Eheschließungen:          -

Sterbefälle:                   1 

 

Chronikführung für das Jahr 1996

An Silvester und Neujahr war es sehr kalt, mit Eisregen und großer Straßenglätte, was zu vielen Verkehrsunfällen und Schäden führte. Im Januar und Februar war es sehr kalt mit teils sibirischen Themperaturen. Es gab soviel Schnee, wie schon lange nicht mehr und die Kinder konnten mal wieder nach Herzenslust Schlitten fahren.

Ein kleiner Auszug aus Berichten der Rheinzeitung über den außergewöhnlich langen und kalten Winter. Es war so kalt, das die Mosel über Wochen vollständig zugefroren war.

Bis zum 15. März war es noch sehr kalt und winterlich. Mit Beginn der Sommerzeit am 31. 3. gab es noch Schnee und es lag eine geschlossene Schneedecke. Im April wurde es aber sehr schön warm bis 25 °, sodaß die Bauern die Frühjahrsaussaat schnell und problemlos ausbringen konnten. Der Sommer hielt das, was man sich von ihm versprach.

Im November wurde es schon kalt. Den ersten Schnee gab es schon am 20. November, der bis Anfang Dezember liegen blieb, was Hoffnung gab, das es eine weiße Weihnacht geben könnte, was dann auch eintraf.

Am 4. Januar verabschiedete der Gemeinderat den Haushalt für das Haushaltsjahr 1996.

a)         Im Verwaltungshaushalt in der Einnahme und Ausgabe auf 260.700,00 DM

b)         Im Vermögenshaushalt in der Einnahme und Ausgabe auf 108.500,00 DM.

            Die Hebesätze blieben unverändert.

Am 24. März diesen Jahres war die Landtagswahl. Nachfolgend das Ergebnis der Landstagswahl in Sosberg.

Wahlberechtigte:................................149

Wähler:..............................................126                                                                                                       

Wahlkreisstimmen:

                                                                                (1991)

            SPD.............................30 Stimmen...............( 36 )

            CDU............................58 Stimmen...............( 73 )

            FDP.............................11 Stimmen.................( 2 )

            Grüne............................6 Stimmen..................( 3 )

Landesstimmen:

                        SPD.................32 Stimmen................( 36 )

                        CDU................59 Stimmen................( 69 )

                        FDP.................11 Stimmen..................( 3 )

                        Grüne................5 Stimmen...................( 4 )

Am 11. u. 12. Mai und am 16. Mai feierte unser Schützenverein sein traditionelles Schützenfest.

Am 23. Juni diesen Jahres verstarb Herr Peter Pies im Alter von 74 Jahren plötzlich und unerwartet. Herr Pies war lange Jahre im Gemeinderat und 5 Jahre I. Beigeordneter unserer Gemeinde.

Nachdem die Arbeiten am neuen Ortsmittelpunkt abgeschlossen waren und die Backvorrichtung renoviert war entschloß man sich nach über 40 Jahren wieder einmal Brot zu backen. Die Gemeindeverwaltung lud für Samstag, den 29. Juni die Dorfbevölkerung zu einem ersten Brotbackversuch ein. Das dazu benötigte Holz (Schanzen) wurden schon im Winter dafür gebunden.

Herr Elmar Christ hat sich dankenswert bereit erklärt beim Brot backen zu helfen. Er hat das Bäckerhandwerk gelernt.

Der Backofen wurde gut vorgeheizt, sodaß einem guten Gelingen nichts mehr im Wege stand. Nach Meinung aller Besucher war der erste Backvorgang gelungen und es war ein für alle ein erlebendes Gefühl nach so langer Zeit wieder duftendes Backhausbrot warzunehmen

Am 14. Juli wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung der neu errichtete Ortsmittelpunkt feierlich eingeweiht.

            1.         Ortsbürgermeister Werner Hirt begrüßt die Gäste.

            2.         Kreisbeigeordneter Müller bei seiner Ansprache.

            3.         Bürgermeister Huwer bei seiner Festansprache.

            4.         Herr Klabautschke vom Planunsbüro Karst bei seiner Ansprache.

            5.         Der Vorsitzende des Schützenvereins beim Überreichen der Wappenfahne an die Gemeinde.

            6.         Der Wehrführer der Freiw. Feuerwehr Willi Lehnert überbrachte die Glückwünsche der Feuerwehr.

            7.         Pastor Beringer segnet den neuen Platz und das Gebäude ein.

            8.         Claudia Christ u. Alexander Brohl beim vortragen eines Gedichtes vom neuen Brunnen.

            9.         Auch bei der Einweihungsfeier gab es wieder frisches Backesbrot, was reisenden Absatz fand.

            10.       Der Musikverein Mastershausen sorgte für die musikalische Umrahmung der Einweihungsfeier.

            11.      Die beiden Bilder zeigen einen kleinen Ausschnitt von der Einweihungsfeier.

Die Flurbereinigung geht in ihre letzte Phase, im Herbst erfolgte die vorläufige Besitzeinweisung gegen die aber noch ein Widerspruch möglich war. Die erfolgte Zuteilung der Parzellen zeigt das doch eine sehr viel bessere Bewirtschaftung gegenüber den alten Flurstücken geschaffen wurde, was letztendlich den Landwirten ein viel besseres und sehr viel schnelleres bewirtschaften ermöglicht.

Der Gemeinderat tat sich bei der Festlegung der neuen Pachtbedingungen für das Gemeindepachtland sehr schwer, hier waren mehrere Gemeinderatssitzungen notwendig, um die neuen Pachtbedingungen festzuhalten.

Der Pachtpreis (Mindespachtpreis) wurde für Ackerland auf 165,-- DM und für Wiesenland auf  80,-- DM je ha festgelegt. Der Durchschnittspachtpreis betrug nach der Verpachtung 181,90 DM je ha.

Die Gemeinde lud ihre älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger am 8. Dezember zum jährlich stattfindenden Altentag ins Gemeindehaus ein. Hier wurden sie von den Kindern des Kindergartens und der Grundschule mit Liedern und Gedichten sowie St. Nikolaus erfreut und beschert.

Auch in diesem Jahr gingen wieder die Sternsinger durch den Ort.

Soweit die Chronikführung für das Jahr 1996.

Sosberg, im Juni 1997  Brigitte Hirt

                        Statistik 1996:

                        Einwohner:                   189

                        Geburten:                     1

                        Eheschließungen:          2

                        Sterbefälle:                   3

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