Chronik 5!

 

Chronikführung 1976

In diesem Jahr stand eine große Maßnahme in der Gemeinde an.

Am 20. 04. 1976 war Beginn der Arbeiten für Kanal und Wasser.

Die Arbeiten zur Verlegung der Kanalisation wurden durch die Verbandsgemeinde an die Fa. Bucher, Kröv, vergeben, die diese Arbeiten dann auch nach Ostern dieses Jahres aufnahmen und auch zügig zum Abschluß brachte.

In den gleichen Graben wurde eine neue Wasserleitung aus P. E. Rohr, sowie neue Hausanschlüße verlegt.

Die Kosten für die Erneuerung der Wasserleitung übernahm die Verbandsgemeinde, ebenso wurde eine neue Zuleitung von der Brunnenstube bis in den Hochbehälter verlegt. Das folgende Bild zeigt den Graben, an der Kirche mit neuer Wasserleitung.

Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Heiligenfiguren in unserer Kirche renoviert und gegen Diebstahl befestigt. Diese haben einen erheblichen Wert nach Aussage des Restaurators.

Die folgenden Bilder zeigen die Figuren:

Matthias

Nepumuk.........................................................................................................Erasmus (Eucharius)

Ein trockener Sommer ließ die Ernte in der Tropenhitze verdorren, Futtermangel zwingt zu Notschlachtungen, die Temperaturen erreichen 35 Grad, in Rheinland-Pfalz beträgt das Niederschlags-Defizit pro qm, 200 ltr.

Ein Bericht der Rhein-Zeitung "die Kühlhäuser sind überfüllt", ein Beispiel: in Bad Ems wurden wöchentlich 70 - 80 stck. Großvieh geschlachtet, nun steigt das Angebot auf 600 Rinder.

In diesem Jahr wurde der Altentag durch die Gemeinde festgesetzt, der Ortsbürgermeister konnte eine große Zahl älterer Einwohner begrüßen, Pastor Spanier folgte auch der Einladung.

Ein Ereignis ist sicher wert festgehalten zu werden, nach den Sommerferien, wollte der Ortsbürgermeister bei Abfahrt zur Schule an der Bushaltestelle, alle Kinder bitten die Verunreinigungen und die Beschädigungen an der Wartehalle zu unterlassen, bei dieser Ermahnung kam es zu einem Streit zwischen dem Ortsbürgermeister und einem Jugendlichen, der damit endete, daß der Ortsbürgermeister von einigen beherzten Männern , wie sie es nannten, niedergeschlagen wurde. Der Ortsbürgermeister mußte ins Krankenhaus, die beherzten Männer bestritten Ihre Schuld.                                         Mir schien, sie "die beherzten Männer", wollten Ihre Unlust an der Person des Ortsbürgermeisters ausdrücken.

Der Haushaltsplan für das Jahr 1976 sah im Verwaltungshaushalt Einnahme und Ausgabe von 143.050,-- DM,  und im Vermögenshaushalt 92.100,-- DM vor.

In diesem Jahr wurde ein neuer Bundestag gewählt. Die Wahl brachte in Sosberg folgende Stimmen:

Erststimmen:

CDU................129

SPD...................14

FDP.....................2

ungültig...............1

Zweitstimmen:

CDU................131

SPD...................14

FDP.....................2

ungültig................ 2

Am Ende des Jahres wurde die Kreisstraße 44 durch den Ort, einschl. der Bürgersteige fertiggestellt.

Festzuhalten wäre auch noch die Herstellung eines Feldweges (Winneweg) der zum Preis von 61.420,74 DM durch die Fa. Schnorpfeil erstellt wurde.

Ostern 1977, Ursula Hölzer

 

Chronikführung 1977

In diesem Jahr konnten in der Gemeinde keine weiteren Baumaßnahmen in Angriff genommen werden, da die Restarbeiten (Straßendecken) in den Gemeindeeigenen - Straßen noch herzustellen waren, die auch im Laufe des Jahres ausgeführt wurden.

Ein Schadenfeuer im Anwesen des Landwirts Vinzens Bauer, vernichtete das gesamte Wirtschaftsgebäude, ein Schaden von etwa 200.000,-- DM entstand. Feuerwehren aus Sosberg, Forst, Mastershausen, Blankenrath, Zell, Bundeswehr Kappel und die von der Air-Base-Hahn bekämpften den Brand.

Der Haushaltsplan für das Jahr 1971 umfaßt ein Volumen im Verwaltungshaushalt:

in Einnahme und Ausgabe:............................163.130,-- DM

im Vermögenshaushalt:...................................57.700,-- DM

Die Hebesätze blieben unverändert.

Erwähnenswert ist auch der Bau einer Schützenhalle.

Mai 1978, Ursula Hölzer

 

Chronikführung 1978

Da auch in diesem Jahr keine größeren Maßnahmen in der Gemeinde ausgeführt werden konnten, da die Lage in der Gemeindekasse noch nicht befriedigend war, mußten dringende Arbeiten noch zurück gestellt werden.

Es sei jedoch zu erwähnen, daß der Gemeinderat einem Zweckverband "Kindergarten-Strimmiger-Berg" beigetreten ist, und sich an den Kosten dafür beteiligen mußte, wurde auch in diesem Jahr etwas positives zum Wohle der Kinder getan.

So sei auch festgehalten, daß die Brücke auf dem Weg von Sosberg nach Mastershausen, von beiden Gemeinden erneuert wurde.

In diesem Jahr sollte es beim Altentag gleich mit zwei Einladungen was werden. Als die Gemeinde zum Altentag geladen hatte, beeilte sich der Schützenverein einen eigenen Altentag ins Leben zu rufen. Die Gemeinde sah darin keinen Sinn und ließ den der Gemeinde fallen.

Es war ein regenreiches Jahr, so daß keine guten Erträge in der Landwirtschaft erzielt werden konnten.

Der Haushalt im Jahre 1978, sah in Einnahme und Ausgabe, im Verwaltungshaushalt 162.390,-- DM  und im Vermögenshaushalt in Einnahme und Ausgabe 131.530,-- DM vor.

Die Hebesätze blieben unverändert.

Januar 1979 - Ursula Hölzer

Geburten.....................=.....3...............Viehbestand am 01. 12. 1978:

Eheschließungen..........=.....6................Pferde............=.....0...............Schweine........= 256

Sterbefälle...................=.....2...............Rinder.............=..155..............Hühner...........= 159

Einwohnerzahl.............=.204................Schafe............=...17...............Enten..............=....2

 

Chronikführung 1979

In diesem Jahr dürfte es wohl einige Aufregung geben, denn es stehen Kommunalwahlen an.

Schon im März sollten diese sein, wurden aber auf den 10. Juni verschoben, weil an diesem Tag auch Wahlen zum Europäischen - Parlament stattfinden. So wurde dann ein neuer Landtag am 18. März 1978 gewählt, in diesem Landtag in Mainz regiert seit Ende des Krieges die CDU.

Nachstehend die Ergebnisse in unserer Gemeinde:

Wahlberechtigt:.........................154 Personen

abgegebene Stimmen:...............126 "

Briefwahl...................................13 "

für die CDU:...........................108 Stimmen

"....."....SPD:.............................17....."

"....."....FDP:...........................keine..."

"....."....NPD:..........................keine..."

"....."....DKP:..............................1....."

Zu den anderen Wahlen in diesem Jahr wird wohl ein neuer Chronikschreiber die Berichterstattung fortsetzen.

Pfingsten 1979, Ursula Hölzer

 

Chronikführung für das Jahr 1979

Nachdem der Schreiber mit der Führung für das erste, im Jahre 1979 abgeschlossen hatte und das weitere einem anderen Schreiber überlassen wollte kam es am 10. Juni 1979 zu den ersten Europawahlen, am selben Tag wurde ein neuer Gemeinderat gewählt.

Zunächst zu den Gemeinderatswahlen:

In der Gemeinde regte sich großer Widerspruch gegen den alten Gemeinderat, es schien das dieser Rat vielen Bürgern nicht genehm war. Das Ergebnis dieser Mehrheitswahl wurde am 11. Juni 1979 vom Wahlausschuß wie folgt festgestellt:

Zahl der Wahlberechtigten............................156

Zahl der abgegebenen Stimmen....................141

davon ungültig..................................................1

gültige Stimmen............................................140

Die Zahl der Sitze im Gemeinderat beträgt  5

von den abgegebenen Stimmen erhielten:

Nr. 1 Hirt Werner                89 Stimmen

Nr. 2 Lehnert Ernst              84 Stimmen

Nr. 3 Hölzer Egon               84 Stimmen

Nr. 4 Nikolay Horst            81 Stimmen

Nr. 5 Haberkamp Josef      77 Stimmen

Nr. 6 Lehnert Fr. J.            48 Stimmen

Nr. 7 Kölzer Gerhard         47 Stimmen

Nr. 8 Spengler Peter           41 Stimmen

Nr. 9 Lehnert Wilhelm        29 Stimmen

Nr. 10 Bonni Horst Dieter  26 Stimmen

Nach dem Ergebnis der Wahl sind die unter 1 - 5 aufgeführten Personen als Mitglieder des Gemeinderates gewählt.

Die unter 6 - 10 aufgeführten Personen gelten in der Reihenfolge als Ersatzleute.

Es blieb nach dieser Wahl der alte Rat im Amt. Am 11. Juli 1979 fand sich der Gemeinderat unter Vorsitz von Ortsbürgermeister Hölzer, im Beisein von Bürgermeister Huwer zusammen um die neuen Mitglieder zu verpflichten und einen neuen Ortsbürgermeister zu wählen.

Für das Amt des Ortsbürgermeisters wurde als einziger Kandidat der bisherige Inhaber dieses Amtes Herr Egon Hölzer vorgeschlagen.

Die mittels Stimmzettel geheim durchgeführte Wahl erbrachte folgendes Ergebnis:

Abgegebene Stimmen 5

ungültige Stimmen      -

gültige Stimmen         5

Nein Stimmen           -

Ja Stimmen               5

Damit war Egon Hölzer zum Ortsbürgermeister der Gemeinde wiedergewählt.

Herr Horst Nikolay wurde einstimmig zum ersten Beigeordneten gewählt.

Am Tag der Gemeinderatswahl am 10. Juni 1979 wurde zum ersten Mal eine Wahl zum Europa-Parlament durchgeführt.

Hier das Ergebnis

Wahlberechtigt            156

Abgegebeme Stimmen 131

Briefwahl......................10

Die Auszählung brachte folgendes Ergebnis

CDU         110 Stimmen

SPD............15 Stimmen

FDP..............0 Stimmen

DKP.............0 Stimmen

EAP..............1 Stimme

CBU.............1 Stimme

Zentrum         0 Stimmen

Die Grünen    2 Stimmen

Ungültig         2 Stimmen

Das waren wohl die wichtigsten Ereignisse im Jahre 1979.

Dezember 1979, Ursula Hölzer

Statistik 1979:

Geburten:   3

Sterbefälle: 1

Eheschl.:     -

 

Chronikführung 1980

Für das Jahr 1980 wurden die Waldwirtschaftspläne wie folgt festgesetzt:

a) das Einschlagsoll wurde auf 550 fm festgesetzt

b) Ausgaben für den Kulturplan 19200,-- DM

Der Haushaltsplan für 1980 sah wie folgt aus:

a) im Verwaltungshaushalt in der Einnahme und Ausgabe auf je 190.400,-- DM

b) im Vermögenshaushalt in der Einnahme u. Ausgabe auf je 56.000,-- DM

Die Steuerhebesätze bleiben unverändert

Grundsteuer A 300 v. H.,Grundsteuer  B 300 v. H., Gewerbesteuer  320 v. H.

Die Hundesteuer

1. Hund 36,-- DM - 2. Hund 54,-- DM - 3. Hund 72,-- DM

Am 8. Mai 1980 starb der langjährige Lehrer der Gemeinde Sosberg, Herr Emil Busch, aus Pünderich.

Im Oktober waren Bundestagswahlen.

Wahlumschläge 140

Wahlzettel        140

CDU................110.................1 + 2

SPD...................16.................1 + 2

FDP.....................3.................1 + 2

Versch................11

Bei der diesjährigen Feldverpachtung (Gemeindeland) wurde erstmalig kein Bürgerland mehr verpachtet, durch Schrumpfung der Betriebe war an dieser Einrichtung kein Bedarf mehr, es sind im Augenblick nur noch vier Hauptberufliche Landwirte in der Gemeinde tätig.

Dezember 1980, Ursula Hölzer

Statistik 1980

Geburten          1

Sterbefälle        2

Eheschl.:           4

Einwohner:   215

 

Chronikführung 1981

In diesem Jahr wurden die Ortsstraßen der Gemeinde, nach einem Beschluß aus dem Jahr 1980, mit Namen zu versehen, aufgestellt.

Für die Ortsdurchfahrt der K 44, vom Haus Spengler bis Haus Weis wurde "Hauptstraße",

vom Haus Lehnert bis zum Gästehaus                 "Kirchweg",

vom "       Dietrich bis Bonni                                 "Im Acker",

"      "       Tausendschön bis Gerritz                     "Mastershausener Weg",

"      "       "                     " Gerritz Haus                 "Im Hassel",

"      "       Haberkamp bis Hoffmann                     "Steilweg",

"      "       Christ bis Straus                                   "Am Pfad",

"      "       Göbenich bis Dietrichs                          "An der Kirche"

benannt.

Ein langer Wunsch nach einem befahrbaren Weg nach Mastershausen wurde in diesem Jahr mit einer Teerdecke versehen und ausgebaut, das preisgünstigste Angebot war von der Fa. Wust + Sohn, Simmern, die auch den Zuschlag erhielt.

Kosten für den Ausbau 128417,72 DM.

Brennholzpreise wurden wie folgt festgelegt:

Buchenscheitholz 55,-- DM je rm.

Buchen-Scheit u. Knüppel 50,-- DM je rm

Buchen Knüppel                45,-- DM " "

für Eiche jeweils 10,-- DM weniger.

.Bei der Kirche wurde durch das RWE eine neue Trafo-Station errichtet, um den Bedarf an Strom zu decken.

Im Winneweg wurde durch den Landwirt H. D. Bonni ein Schweinemaststall errichtet.

Die Straßenbeleuchtung wurde in diesem Jahre um 2 weitere Lampen erweitert.

Am 16. November feierten die Eheleute Ferdinand Bauer (82 Jahre) und Frau Gertrud Bauer  (81 Jahre) geb. Lehnert, das seltene Fest der goldenen Hochzeit.

Im Laufe des Jahres wurde mit Hilfe des Kreises und des Landes, das Haus der Fam. Böhmer instandgesetzt.

Soweit die Chronikführung für 1981.

Dezember 1981, Ursula Hölzer

Statistik 1981

Geburten:........2

Sterbefälle:......4

Eheschl.:.........1

Einwohner: 216

 

Chronikführung 1982

Nach Aussage von Frau Agnes Christ, die seit Jahren die Kirche betreut, jährte sich der Tag an dem das Allerheiligste nach Sosberg kam zum 50ten mal.

Ostern hat es noch geschneit, beide Tage waren kalt. Der Sommer war trocken und warm, mit tropischen Temperaturen. Infolge der langen Trockenheit ging die Schürfung der Gemeinde bis auf 20 qbm Wasser zurück.

Neue Häuser wurden in diesem Jahr von Elmar Christ, und Wolfgang Massmann gebaut, gegen Ende des Jahres wurde ein altes Fachwerkhaus (Ferd. Bauer) abgerissen, um einem neuen Platz zu machen, es war sicher eins der ältesten Häuser.

Für das Jahr 1982 wurden die Waldwirtschaftspläne wie folgt festgesetzt:

a) das Einschlagssoll wurde auf 765 fm festgesetzt - die Ausgaben des Kulturplan auf 17.200,-- DM

Der Haushaltsplan für 1982 sah wie folgt aus:

a) Im Verwaltungshaushalt in der Einnahme + Ausgabe  236000,-- DM

b) im Vermögenshaushalt in der Einnahme + Ausgabe     42.600,-- DM

Die Steuersätze bleiben unverändert

Grundsteuer A 300 %  -  B 300 %  -  Gewerbesteuer 320 %

Die Hundesteuer wurde allerdings angehoben.

1. Hund 50,-- DM - 2. Hund 70,-- DM - 3. Hund 90,-- DM

Die Straßenbeleuchtung wurde um zwei Lampen, am Hause Straus und Dietrich erweitert,

soweit der Chronikschreiber für das Jahr 1982, Hölzer, Ortsbgm.

 

Chronikführung für das Jahr 1983

In diesem Jahr standen Wahlen zum Bundestag und Landtag an: 06. März.

Hier die Ergebnisse:

Zunächst die Bundestagswahl 6. 3. 83

für die erste Stimme eines Wahlkreisabgeordneten

Wahlberechtigte in der Gemeinde... 141

abgegebene Stimmen......... 134

ungültig Stimmen................... 3

CDU... 115

SPD......14

FDP........0

DKP.......0

Grüne......2

Für die Zweitstimme einer Landesliste wurde abgegeben

Wahlberechtigte........... 141

Abgegebene Stimmen... 134

ungültige        " ................ 0

CDU... 117

SPD.......11

FDP........2

DKP.......0

Grüne......4

Der Winter war mild, Frühjahr viel Regen im April noch Schnee.

Am 6. 04. konnte Herr Peter Bauer, Steilweg seinen 90ten Geburtstag feiern, Glückwünsche wurden durch den Verbandsbürgermeister, Herr Huwer, auch im Namen des Landrates ausgesprochen, die Gemeinde gratulierte durch den Ortsbürgermeister.

Ein kirchliches Ereignis ist wert festgehalten zu werden, am 8. 7. 83 besuchte der Weihbischof Schwarz, unsere Kirche, er konnte den ältesten Bürger der Gemeinde Herr Peter Bauer mit 90 Jahren in der Kirche begrüßen.

Es war ein warmer und trockener Sommer, daß Wasser wurde knapp, es mußte Wasser aus der überörtlichen Wasserleitung der Verbandsgemeinde in Anspruch genommen werden.

In diesem Jahr mußte die Gemeinde sich einem Rechtsstreit beugen:                                                                              Ein Landwirt erreichte, das die Gemeinde ein Stck Wiesenland, das im Eigentum der Gemeinde ist, aber an den Landwirt verpachtet war, die eingepflanzten Lärchen wieder entfernen mußte.

In der Leichenhalle wurden die folgenden Gegenstände angeschafft:

6 Stck Kerzenständer, 1 Stck Katafalk m. Decke, 5 Stck Kranzständer, 1 Stck Weihwasserständer

In diesem Jahr wurde der Ausbau des ehem. Schulgebäudes, in ein Dorfgemeinschaftshaus beschlossen.

Gegen Ende des Jahres wurde mit der Sanierung der Kirche begonnen, auf Antrag der Kirchengemeinde, stellte der Gemeinderat einen Betrag von 7.500,-- DM zur Verfügung.

Soweit der Chronikschreiber für das Jahr 1983, Hölzer, Ortsbgm.

Statistik 1983

Geburten:       1

Sterbefälle:     2

Eheschl.:        2

Einwohner: 207

 

Chronikführung für das Jahr 1984

Im Januar wurde mit dem Arbeiten für den Umbau der ehm. Schule begonnen, die Gemeindeverwaltung hofft die Arbeiten bis zur Wahl eines neuen Gemeinderates abschließen zu können. Die Kosten wird der Chronikschreiber noch nachtragen.

In diesem Jahr stehen Gemeinderats und Europawahlen an. Über den Ausgang wird der jetzige Schreiber noch berichten.

April 1984, Hölzer, Ortsbgm.

Am 9. Mai war der Tag an dem die Gemeinde Ihre umgebaute ehm. Schule zum Dorfgemeinschaftshaus einweihen konnte. Die Kosten für diesen Umbau beliefen sich auf 200.000,-- DM.

Zur Eröffnung waren ein großer Teil der der Ortseinwohner gekommnen. Als Gäste konnte der Ortsbürgermeister, Landrat Bartos, Cochem, den Bürgermeister der Verb.Gem. Herrn Huwer, Pastor Spanier begrüßen, anwesend waren der Gemeinderat, die Presse und Handwerker die am Umbau beteiligt waren, begrüßen konnte der Ortsbürgermeister auch Herrn Habermann von der Verb.Gem. der die Umbauarbeiten geleitet hat.

Als Erinnerung übergab der Landrat ein Wappen vom Kreis, Herr Huwer ein Luftbild von der Gemeinde und ein Wappen von der Verb.Gem.

Am 17. Juni war Wahltag, gewählt wurde das Europa-Parlament, ein Kreistag und Gemeinderat, sowie zum Verbandgemeinderat.

Das Ergebnis zum Europa-Parlament brachte nachstehendes Ergebnis.

Wahlberechtigte..........153

Ungültige........................8

CDU...........................101

SPD..............................13

Grüne.............................3

Zentrum..........................1

Frieden...........................3

Mündige Bürger..............1

Für den Kreistag wurden folgende Stimmen abgegeben: Hier konnte erstmals kommuliert werden d. h. daß ein Kandidat bis zu 3 Stimmen erhalten konnte.

Wahlberechtigte.....................153

abgegebene Stimmen.............147

Ungültige...................................8

CDU................118

SPD...................19

Grüne..................2

CDU 70 Wähler ohne kommulieren

"........48."...........mit verändern

SPD..11."............ohne kommulieren

".........8.".............mit verändern

Grüne.2.".............ohne kommulieren

Für den Verbandgemeinderat wurden folgende Stimmen abgegeben.

Wahlberechtigte.....................153

abgegebene Stimmen.............144

ungültige....................................8

CDU....115 Stimmen,............ mit........39

...............................................ohne.....76

SPD.......21 Stimmen,...............mit........8

................................................ohne....13

Die Wahlen zum Gemeinderat brachten folgendes Ergebnis

Wahlberechtigt.......................153

Abgegebene Stimmen............149

gültige Stimmen.....................145

ungültige Stimmen.....................4

Es entfielen auf:

Hirt Werner             82 Stimmen

Hölzer Egon             79 "

Lehnert Ernst           78 "

Bonni H. D.             73 "

Nikolay Horst          73 "

Lehnert Willi            67 "

Lehnert Fr. J.           63 "

Bauer Herb.            60 "

Kölzer Gerh.           55 "

Haberkamp Josef    29 "

Die ersten fünf waren im neuen Gemeinderat gewählt.

Ansonsten war kein größeres Ereignis in der Gemeinde.

Januar 1985, Hölzer Ortsbürgermeister

 

Chronikführung 1985

Der Januar begann mild mit etwas Schnee und Regen. Ende Januar wurde es sehr kalt. Die Kälte, bis 20 ° hielt etwa 4 Wochen an. Danach wurde es aber schnell Frühjahr und die Bauern konnten zeitig mit der Frühjahrsbestellung beginnen.

Der Sommer war schön und warm. Die Landwirtschaft konnte ein gutes Jahr verbuchen, vor allem im Getreide, was ja hier am meisten angebaut wird.

In den zurückliegenden Jahren hat sich die Landwirtschaft auch in unserem Dorf grundlegend gewandelt. Im eigentllichen Dorf gibt es leider keine Kuh mehr, nur noch ein paar Schweine. Es ist abzusehen, wann das letzte Vieh aus unserem Dorf verschwunden sein wird. Damit geht leider auch wieder ein Stück Dorf verloren.

Im Februar verstarb der älteste Einwohner, Herr Peter Bauer im Alter von fast 92 Jahren. Im Mai verstarb die langjährige Küsterin, Frl. Agnes Christ im Alter von 75 Jahren.

Im Mai dieses Jahres ist unser langjähriger Pastor Hermann-Josef Spanier in den Ruhestand getreten. Er war 33 Jahre in unserer Pfarrei Mastershausen, wo Sosberg dazugehört Pastor. Viele Jahre kam er zu Fuß nach Sosberg um das hl. Messopfer zu feiern und in der Schule Religionsunterricht zu halten. Jetzt gehören wir zur Pfarrei Kastellaun, die von Herrn Pfarrer Rainer Vogt verwaltet wird.

Im Juni wurde der Feldweg zum Birkenwald befestigt und mit einer Teerschicht versehen. Kosten 80.000,-- DM. Zuschuß 50 % 40.000,-- DM. Mit dem Ausbau des Weges konnte auch ein schöner Platz zur Errichtung einer Schutzhütte mit Grillplatz erschlossen werden.

Am 1. Dezemer (1. Advent) wurde im Gemeindesaal ein Altentag gefeiert. Die Sosberger Kinder der Grundschule Mittelstrimmig unterhielten mit Ihrem Lehrer München die Senioren mit Liedern und Gedichten.

Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 1985

  1. im Verwaltungshaushalt in der Einnahme und Ausgabe auf  244.400,-- DM
  2. im Vermögenshaushalt in der Einnahme und Ausgabe auf      47.400,-- DM

Die Steuerhebesätze blieben unverändert.

Waldwirtschaft für 1985

a) Das Einschlagsoll in der Gesamtnutzung betrug 800 fm.

b) die Ausgaben des Kulturplanes auf 24.200,-- DM festgesetzt.

c) die Ausgaben für einen Sonderwegebau im Rahmen des EWG-Programmes auf 22.800,-- DM

Ansonsten gab es in 1985 in unserem Dorf keine besonderen Vorkommnisse.

Sosberg, im Februar 1987, Brigitte Hirt

 

Chronikführung für das Jahr 1986

Der Januar war 3 Wochen sehr kalt mit viel Schnee. Danach wurde es mild mit sehr viel Regen, der sich bis weit ins Frühjahr fortsetzte, wodurch die Frühjahrsbestellung viel zu spät in die Erde gebracht werden konnte. Teilweise war es sogar gar nicht möglich, weil die Felder noch unter Wasser standen.

Der Sommer war nicht viel besser, was das Wetter betraf. Viel Regen, kurze, heiße Tage. Im Herbst dagegen kam dann ein sehr schöner Altweibersommer, der 4 Wochen anhielt.

Im Mai gab es viel Aufregung im Dorf. Ortsbürgermeister Hölzer hatte sein Amt und sein Gemeinderatsmandat niedergelegt. Die Frage nach einem Nachfolger wurde heftig diskutiert. Bürgermeister Huwer berief für den 9. Mai eine Gemeinderatssitzung ein.

Unter Vorsitz des I. Beigeordneten Herrn Horst Nikolay wurde dann der neue Ortsbürgermeister gewählt. Es wurde nur das Ratsmitglied Werner Hirt vorgeschlagen. Dieser wurde im ersten Wahlgang mit zwei Ja-Stimmen und drei Enthaltungen als neuer Ortsbürgermeister gewählt. Werner Hirt gehört dem Gemeinderat seit 1974 an. Auf den neuen Ortsbürgermeister wurden in der Gemeinde große Hoffnungen gesetzt, weil es im Dorf doch viel Streit im Zusammenhang mit dem alten Ortsbürgermeister gegeben hatte. Zum Jahresende konnte im Dorf viel positives festgestellt werden.

Wie in jedem Jahr wurde im Mai das Schützenfest gefeiert. Mit den eingeladenen Schützenvereinen wird dann ein großer Festzug durch das ganze Dorf gehalten.

Im Juni wurde mit viel Regen, aber unter großer Beteiligung der Bevölkerung die Schutz und Grillhütte eingeweiht, die mitlerweile sehr großen Anklang bei der Bevölkerung gefunden hat.

Im November luden die Handarbeitsfrauen zu ihrem diesjährigen großen Handarbeitsbasar ins Gemeindehaus ein.

(Zeitungsausschnitt vom 19. 12. 1986 mit Gruppenbild "Sie bastelten für die Sonderschule")

(Zeitungsausschnitt mit Gruppenbild "Einsatz der Frauen hat sich gelohnt")

Im Spätsommer konnte mit der seit langem geplanten Renovierung des Friedhofskreuzes aus dem Jahre 1879 und die verbreiterung des Friedhofsweges begonnen werden. An Allerheiligen wurde das renovierte und neu gestaltete Kreuz unter Beteiligung der ganzen Gemeinde von Pfarrer i. R. Schomisch neu eingesegnet. Die Gemeinde erhielt dazu von der Kreissparkasse einen Zuschuß in Höhe von 1000,-- DM.

Noch vor Winterbeginn wurde mit der Innenrenovierung der Kirche begonnen.

(Zeitungsausschnitt mit Bild vom Innenausbau "Sosberger Kirche erhält ein neues Gesicht")

1986 war auch wieder ein Altentag in der Gemeinde. Sonntag 7. Dezember (2. Advent).

Die Sosberger Kinder der Grundschule Mittelstrimmig mit ihrem Lehrer München erfreuten die Senioren mit Liedern und Gedichten.

Pfarrer Vogt und Pfarrer i. R. Schomisch waren auch anwesend.

Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 1986.

a)  im Verwaltungshaushalt auf 238800,-- DM

b)  im Vermögenshaushalt auf 196730,-- DM

Festsetzung der Kredite auf 53000,-- DM

Die Steuerhebesätze blieben unverändert.

Wirtschaftspläne 1986

Es wurden festgesetzt:

a) das Einschlagsoll auf 800 fm.

b) die Ausgaben des Kulturplanes auf 14000,-- DM

Sosberg, im März 1987, Brigitte Hirt

Statistik 1986

Einwohnerzahl:         210

Geburten:....................2

Eheschließungen:         -

Sterbefälle:.................2

Viehbestand 1986

Rinder:        76

Schweine: 629

 

Mit dem Jahre 1987 wurde eine neue Chronik angelegt (blauer Einband)!

 

Die Chronik der Gemeinde Sosberg.

Die Ortschronik der Gemeinde Sosberg von 1946 - bis 1986 ist abgeschlossen. Somit muß eine neue Chronik angelegt werden.

In der alten Chronik ist vieles von dem Dorf Sosberg festgehalten soweit es noch aus Überlieferung und wie auch immer bekannt war eingetragen, weil die vor 1946 bestehende Chronik in den Kriegswirren verloren ging.

Ich glaube es ist der Wunsch aller Einwohner, das vom Anfang bis zum Ende dieser Chronik dem Dorf der Frieden erhalten, das es von Krieg und Unheil verschont bleibe, sowie Gottessegen auf ihm ruhen möge.

(Siegel von Sosberg)

Sosberg im Januar 1988, Werner Hirt, Ortsbürgermeister

 

Chronikführung für das Jahr 1987

Das Jahr 1987 begann sehr kalt mit 17 Grad, was 3 Wochen anhielt. Danach war es etwas milder. Im Februar ging das Thermometer noch bis 20 Grad und hielt bis zum 20. März mit 12 Grad in der Nacht an. Nach und nach wurde es aber wärmer und die Bauern konnten mit ihrer Frühjahrssaat zeitig beginnen. Aber das Jahr hielt nicht das, was man nach einem langen und kalten Winter erwartete.

In diesem Jahr verlor unser Dorf drei Persönlichkeiten. Am 6. Februar verstarb Herr Karl Christ, der auch in den Jahren 1945 - 1946 Ortsbürgermeister der Gemeinde Sosberg war.

Am 17. Februar verstarb die Fachoberlehrerin, Frau Maria Reuter. Sie hat in den 33 Jahren ihres schulischen Wirkens, am Anfang zu Fuß, später mit dem Moped und ab 1961 mit ihrem VW Käfer in den Schulen im Amt Blankenrath den Kindern alle Handarbeiten vermittelt. Frau Reuter war weit hin sehr bekannt und beliebt.

Am 30. November verstarb Herr Herbert Kölzer. Herr Kölzer hat unsere Gemeinde über ein viertel Jahrhundert, 26 Jahre als Ortsbürgermeister vorgestanden. In dieser Zeit wurde unter anderem die Schule gebaut, die Straße nach Forst ausgebaut, um hier nur einiges zu nennen und zu würdigen.

Außerdem starb Frau Rosa Boemer im Alter von erst 52 Jahren. Im Jahre 1987 kamen gegenüber 4 Sterbefällen aber nur 3 Kinder zur Welt. Dieses zeigt, das auch in unserem Dorf die Bevölkerungszahl rückläufig ist.

Im Januar wählte die freiw. Feuerwehr Herrn Herbert Bauer zum neuen Feuerwehrführer, weil Herr Horst-Dieter Bonni sein Amt nach 12 Jahren niedergelegt hatte. Das Bild zeigt Herrn Bürgermeister Huwer bei der Vereidigung von Herrn Herbert Bauer zum neuen Wehrführer.

Bis heute hält die Dorfjugend es immer noch als alten Brauch, das man am Kirmessamstag, Mathiaskirmes gemeinsam am Dorfeingang den Kirmesbaum aufstellt, der dann am Kirmesmontag versteigert wird. Das Bild zeigt die Dorfjugend beim Kirmesbaum aufstellen 1987.

Im Frühjahr wurde die Kreisstraße K 44 von der Grenze Forst nach Sosberg fertig, die vor Winter mit dem Ausbau von der Firma Schnorpfeil begonnen wurde. In diesem Zusammenhang gab es mit dem Ausbau im Kreistag von Cochem einigen Ärger. Das Bild zeigt einen Teil der neuen Straße. Diese ist gegenüber der alten nun viel breiter und dadurch viel besser zu befahren.

Im Mai wurde wieder das schon traditionelle Schützenfest gefeiert mit einem Umzug durch den Ort.

Am 6. Dezember wurde unter großer Beteiligung der traditionelle Altentag der Gemeinde gefeiert.

Im November luden die Handarbeitsfrauen von Sosberg zu ihrem großen Basar ein. Die Frauen stellen sich mit ihrer freiwilligen Tätigkeit in den Dienst für kirchliche und soziale Zwecke. Sie finden weit und breit viel Anerkennung für ihre ausgestellten Arbeiten.

Im Jahre 1987 gab es zwei Wahlen. Am 25. Januar die Bundestagswahl und am 17. Mai die Landtagswahl. Ebenfalls im Mai, am 25., wurde eine Volkszählung durchgeführt. Als Zähler waren eingesetzt: Frau Christine Weis, Herr Rainer Schmitz und Herr Werner Hirt.

Alle drei Ereignisse verliefen ohne besondere Vorkommnisse.

Ergebnis Bundestagswahl..............................Ergebnis Landtagswahl

wahlberechtigt........................158.................wahlberechtigt........................156

Erststimmen

CDU.........................................96..................CDU.........................................94

SPD..........................................18..................SPD..........................................18

FDP..........................................10..................FDP..........................................10

Gründe.......................................4..................Grüne..........................................5

NPD...........................................1

Zweitstimmen

CDU     .93

SPD      .18

FDP      .10

Grüne     .4

NPD      .1

ÖDP      .1

.Am 19. 11. 1986 beschloß der Gemeinderat folgende Haushaltssatzung und Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 1987.

a) im Verwaltungshaushalt in der Einnahme und der Ausgabe auf je 249.800 DM

b) im Vermögenshaushalt in der Einnahme und Ausgabe auf je 55.600 DM

Die Steuerhebesätze blieben unverändert.

Waldwirtschaftspläne 1987.

Es wurden festgesetzt:

    a) das Einschlagsoll in der Gesamtnutzung auf 805 fm.

    b) die Ausgaben des Kulturplanes auf 20665,-- DM

Sosberg, im Januar 1988, Brigitte Hirt.

Statistik 1987

Einwohner:             202

Geburten:                 .3

Eheschließungen:       1

Sterbefälle:               .4

Viehbestand:

Rinder:        76

Schweine: 629

Schafe:         /

 

Chronikführung für das Jahr 1988

Das Jahr 1988 begann mild ohne Schnee und Frost. Der Winter stellte sich nach der alten Bauernregel Matteis 24. 2. bringt oder bricht das Eis ein. Es gab genau an diesem Tag den ersten Schnee in diesem Winter, es gab viel Schnee, aber es war nicht kalt, der Winter hielt sich bis zum 15. März. Über das ganze Jahr war es naß und viel zu kalt, was für die Landwirtschaft nicht gut war.

Im Jahr 1988 wurden in Sosberg zwei neue Häuser gebaut. Werner Kölzer und Werner Hirt und die Familie Brohl konnte in ihr 1987 errichtetes Wohnhaus einziehen. Die Familien Hirt und Brohl wohnen in der neuen Straße "Am Hof", die von den Anliegern dem Gemeinderat vorgeschlagen wurde. "Am Hof" war die Bezeichnung in früherer Zeit für dieses Gelände.

Im Januar trafen sich zum erstenmal die Sosberger Senioren zu ihrem monatlichen Treffen. Die Idee kam von einigen älteren Bürgerinnen und Bürgern aus dem Dorf und wurde auch gerne von vielen angenommen, ebenso von freiwilligen Helferinnen aus dem Ort, die für das leibliche Wohl der Senioren sorgen. Diese Bilder zeigen die Sosberger Senioren bei ihren monatlichen Treffen.

In diesem Jahr gingen auch zum ersten Mal die Sternsinger durch unseren Ort um wie überall für die Dritte Welt zu sammeln und allen Einwohnern Gesundheit und Wohlergehen zu wünschen. Dieses Bild zeigt die ersten Sternsinger unseres Ortes: von links Christian Hoffmann, Elke Kölzer, Birgit Bonni, Bernd Maßmann, Lothar Lehnert ganz rechts.

Am 11. März verstarb Frau Anna Gerritz. Sie war mit ihrem Auto von Sosberg durch den Totenberg nach Mastershausen unterwegs um Besorgungen zu machen. Hier muß sie wohl wegen einer Schneewehe ausgestiegen sein und hat wahrscheinlich einen Herzschlag erlitten. Trotz schnellen Einsatzes des Rettungshubschraubers konnte Frau Gerritz nicht mehr gerettet werden. Sie war 76 Jahre alt.

Am 9. April wurde unser Dorf wieder mit einer Schreckensnachricht betroffen. Herr Jens Schaper war mit seinem PKW zwischen Kirchberg und Kappel von der Fahrbahn abgekommen und dabei tödlich verunglückt. Herr Schaper war erst 26 Jahre alt. Die Familie Schaper erwartete im selben Monat ihre Zwillinge.

In diesem Jahr erhielt die Pfarrei Mastersh.-Sosberg wieder einen neuen Pfarrer. Am 13. März wurde der neue Pastor mit einem Festgottesdienst in sein Amt eingeführt. Für die Gemeinde Sosberg begrüßte Ortsbürgermeister Hirt den neuen Pfarrer. ( Zeitungsausschnitt vom 18. 3. 1998 mit Altarbild - Dechant Kremer und Pater Beringer,  "Neuer Pastor für Mastershausen, Pater Johannes Beringer vom Kloster Engelport feierlich eingeführt" )

In der Nacht vom 22. auf den 23. April wurden die Bewohner von Sosberg durch Sirenengeheul aus dem Schlaf gerissen. Das Anwesen Mühleib stand in hellen Flammen. Trotz schnellem Einsatz der Sosberger Feuerwehr brannte das Wohnhaus und die Scheune fast völlig nieder. Dieses Bild zeigt das Anwesen Mühleib am Morgen nach der Brandnacht.

Am 29. Mai war ein großer und denkwürdiger Tag in unserer Gemeinde. Nach 4jähriger Renovierung der Kirche von außen und innen wurde in einer feierlichen Eucharistiefeier die gelungene Renovierung gewürdigt.

Vor und nebenstehende Seiten zeigen in Fotokopie die Dokumente über die Erbauung der Sosberger Kirche im Jahre 1769. Die Originale befinden sich im Besitz der Familie Lang-Diederichs.

Im Jahre 1926 ist die Kirche nach vorn mit Sakristei erweitert worden. Die Maurerarbeiten wurden von einer Firma Dapper aus Buch durchgeführt. Die Zimmerarbeiten wurden von Nikolaus Bauer (Palse Kläs) durchgeführt. Ebenfalls an der Zimmerei beteiligt waren Johann Lehnert (Hasselhannese) Johann Peter Bonni (Hasselbunnis). Den Verputz brachte Lehnert Jakob (Steinz Jäb) an. Der Dach wurde von Johann Braun aus Bickenbach eingedeckt. Wahrscheinlich wurde bei dieser Maßnahme von Johann Braun auch ein neuer Hahn aufgesetzt, für das dann aus jeder Familie ein Ei gespendet wurde.

Im Jahre 1947 wurde der neue Altar von Nikolaus Lehnert (Schwowe Kläs) hergestellt. Die Kirche besaß schon von Anfang an eine Glocke, die Große, wahrscheinlich auch 2, weil eine Glocke im ersten Weltkrieg als Kanone eingeschmolzen wurde. Am 31. August 1930 ist dann wieder eine zweite Glocke eingesegnet worden, die dann im zweiten Weltkrieg wiederum eingeschmolzen wurde. Die heutige Glocke ist 1949 angeschafft und eingewiehen worden.

Dieses Bild zeigt Organist Ernst Lehnert, der seit 1957 ehrenamtlich die Orgel in der Sosberger Kirche spielt.

Ein Auszug aus dem Paulinus (Bistumsblatt) "Alte Kirchen in neuem Glanz" zur Renovierung der Sosberger Kirche.

Feierliche Einweihung unserer renovierten St. Mathias-Kirche am 29. 05. 1988.

1. Einzug

    "Frohe Jubelliefer..." (Bläser)

2. Eröffnungslied

    "Kommt sagt es allen weiter ..." (Chor)

3. Begrüßung

4. Feierliche Einsegnung

5. Bußritus

6. Gloria

    "Lobet den Herrn ..." (Orgel)

7. Lesung

8. Zwischengesang

    "Taizè Halleluja ..." (Chor)

9. Evangelium

10. Predigt

11. Credo

    "Wir glauben und bekennen ..." (Orgel)

    Gotteslob Nr. 901

12. Fürbitten

13. Opferung

    "Zu der Apostelzahl ..." (Orgel)

14. Sanktus

    "Heilig, heilig ist der Herr ..." (Orgel)

15. Agnus Dei

    "O du Lamm Gottes ..." (Orgel)

    Gotteslob Nr. 911

16. Kommunion

    "Das Heil der Welt ..."

    Gotteslob Nr. 547

    "Deinem Heiland, deinem Lehrer ..."(Bläser)

    Gotteslob Nr. 844

17. Segen und Schlußlied

    "Großer Gott wir loben dich ..." (Orgel)

    Gotteslob Nr. 257

Die vorhergehenden Seiten geben einen Einblick über die Eucharistiefeier über die auch ein Videofilm aufgenommen wurde (Herbert Hoffmann).

Nachfolgend einige Aufnahmen über die anschließende Feier in der Schützenhalle.

Ebenfalls von großer Bedeutung für das Dorf war der Beschluß des Gemeinderates nach einem Informationsabend unter großer Beteiligung der Bevölkerung ein Dorferneuerungskonzept aufzustellen und durchzuführen.

Wie in jedem Jahr veranstalteten die Frauen des Handarbeitskreises ihren jährlichen Basar im Dorfgemeinschaftshaus.

Am 2. Adventssonntag lud die Gemeinde alle älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger zum jährlichen Altentag ein.

Am 18. 11. 1987 beschloß der Gemeinderat den Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 1988.

a) im Verwaltungshaushalt auf je 207.000,-- DM

b) im Vermögenshaushalt auf je 60.200,-- DM

Die Steuerhebesätze blieben unverändert.

Waldwirtschaftspläne 1988.

a) Einschlagsoll in der Gesamtnutzung 500 fm

b) Die Ausgaben des Kulturplanes 17.830,-- DM

Sosberg, im März 1988, Brigitte Hirt

Statistik 1988

Einwohner:           196

Geburten:               .4

Sterbefälle:             .4

Eheschließungen:     2

Viehbestand:

Rinder:           49

Schweine:    453

 

Chronikführung für das Jahr 1989

Das Jahr 1989 war wie in der letzten Zeit festzustellen und diskutiert wird, wohl schon ein erstes Anzeichen zur Klimaveränderung. Es gab nämlich noch nicht ein bißchen Winter, kein Schnee, kein Frost, so daß allgemein befürchtet wurde, daß sich dadurch viel Ungeziefer verbreiten und vermehren könnte, was aber im Laufe des Jahres nicht beobachtet werden konnte. Es war ein Jahr mit sehr viel Sonne über das ganze Jahr verteilt, sehr warm aber nicht zu trocken.

Ein sehr gutes Jahr für die Landwirtschaft, vor allem wurde noch nie soviel Getreide geerntet. Die Bauern konnten frühzeitig beginnen und hatten das beste Wetter zum Dreschen. Sie brauchten keinerlei Abschläge für das trocknen hinzunehmen, allerdings mußten sie Abschläge beim Preis für zu hohe Ernteerträge hinnehmen. Der Preis für 1 DZ Braugerste 42,44 DM, 1 DZ Weizen 36 - 38 DM 1 DZ Roggen 35 - 37 DM 1 DZ Hafer 34 - 35 DM.

Anfang des Jahres stellte der Gemeinderat in einer Bürgerversammlung das von dem Planungsbüro Karst, Nörtershausen erarbeitete Dorferneuerungskonzept den Bürgern vor. Es wurde unter reger Teilnahme der Dorfbewohner vor allem die Frage der Verwendung des alten Backhauses im Oberdorf diskutiert. Danach verabschiedete der Gemeinderat das vorgestellte Dorferneuerungskonzept.

( Es folgt nun auf mehreren Seiten der Chronik eine Erläuterung zum Dorferneuerungsplan, erstellt durch das Planungsbüro Karst)

Vorstehend einen kleinen Auszug aus dem Dorferneuerungskonzept.

Am 16. März feierte der Mosaikgestalter Herr Fritz Baumer seinen 70. Geburtstag. Herr Baumer, einer der bedeutensten Mosaikgestalter des europäischen Raumes lebt und arbeitet seit über 20 Jahren hier in Sosberg. Mit Ausstellungen überall in der Bundesrepublick Deutschland hat Fritz Baumer Kunstinteressenten in seinen Bann gezogen. Seine Werke finden vor allem im osteuropäischen Raum große Bewunderung und Anerkennung. Aus Anlaß seines 70. Geburtstages wurde ein Porträt des bekannten Künstlers im Fernsehen ausgestrahlt. Vom 19. März bis 15. Mai wurde ebenfalls zum Geburtstag des bekannten Künstlers eine Ausstellung im Bürgerhaus Blankenrath mit seinen bekanntesten Werken durchgeführt.

Am 18. Juni standen wieder Kommunalwahlen, Kreistag, Verbandsgemeinderats und Gemeinderatswahlen sowie die Wahlen zum Europäischen Parlament an. In diesem Jahr wurde nach dem neuen Kommunalwahlgesetz kommulieren und panaschieren  d. h. der Wähler kann soviel Stimmen wie Ratsmitglieder zu wählen sind pro Kandidat 3 Stimmen vergeben, sowie mehrere Kandidaten von verschiedenen Parteien und Listen wählen (panaschieren).

Das neue Wahlgesetz wurde im Vorfeld mit viel Skepsis, aber auch mit viel Propaganda den Wählerinnen und Wählern angepriesen. Es ist mit sehr viel Aufwand und Engagement den Wahlvorständen vermittelt worden. Mit dem endgültigen Ergebnis der Wahl konnte erst nach 4 Tagen aufgewartet werden. In Sosberg dauerte der Wahlvorgang bis Nachts 2 Uhr.

Nebenstehend das Ergebnis der Gemeinderatswahl in Sosberg. In Sosberg wurde mit Mehrheitswahl gewählt.

( Auszug aus dem Mitteilungsblatt "Sosberg - Amtliche Bekanntmachungen" )

.Der Gemeindewahlausschuß hat in seiner Sitzung am 21. 06. 1989 das Ergebnis der Wahl zum Gemeinderat der Gemeinde Sosberg wie folgt festgestellt:

.Zur Gemeinderatswahl waren 151 Personen wahlberechtigt, davon haben 135 Personen gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 89,4 %.

Die Stimmabgabe von 129 Wählern war gültig, von 6 Wählern ungültig.

In den Gemeinderat sind gewählt:

1. Hirt Werner mit              95 Stimmen

2. Lehnert Ernst mit            84 Stimmen

3. Bonni Horst-Dieter mit   70 Stimmen

4. Bauer Herbert mit          63 Stimmen

5. Nikolay Horst mit          63 Stimmen

Ersatzleute für den Gemeinderat sind:

1. Lehnert Wilhelm mit           48 Stimmen

2. Kölzer Gerhard mit           40 Stimmen

3. Hoffmann Herbert mit       40 Stimmen

4. Lehnert Franz-Josef mit    38 Stimmen

5. Schmitz Rainer mit           33 Stimmen

5581 Sosberg, den 22. 06. 1989, Hirt, Ortsbürgermeister als Gemeindewahlleiter

Bei der Wahl zum Kreistag entfielen auf die

CDU    2786 Stimmen

SPD      .831 Stimmen

FDP      .299 Stimmen

Grüne    .262 Stimmen

Bei der Wahl zum Verbandsgemeinderat entfielen auf die

CDU       2397 Stimmen

SPD         .720 Stimmen

FDP         .138 Stimmen

Grüne       .222 Stimmen

FWG Dr. Heinermann  44 Stimmen

Das Ergebnis zum Europa-Parlament brachte nachstehendes Ergebnis:

CDU         .83 Stimmen

SPD          .17 Stimmen

FDP            .8 Stimmen

Grüne          .5 Stimmen

Zentrum.      .3 Stimmen

REP             .4 Stimmen

Mit Briefwahl haben 18 Personen gewählt.

Am Freitag, den 7. Juli traf sich der neugewählte Gemeinderat zu seiner konstituierenden Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus. Es ging um die Wahl des Ortsbürgermeisters und des I. Beigeordneten. Als einziger Kandidat wurde der bisherige Inhaber dieses Amtes Herr Werner Hirt vorgeschlagen. Herr Werner Hirt wurde mit 3 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen zum Ortsbürgermeister wiedergewählt.  Zum I. Beigeordneten wurde Herr Horst Nikolay mit 4 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung gewählt.

Ende Mai konnte der Schützenverein auf 20 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken, was mit einem großen Schützenfest gebührend gefeiert wurde.

Im Sommer konnte mit der Dachrenovierung der Kirche begonnen werden. Der alte Dachschiefer wurde entfernt, die nötigen Ausbesserungen am Holz und am Dachgebälk vorgenommen. Das Dach wurde dann mit Dachpappe und Naturschiefer neu eingedeckt. Außerdem wurde eine Blitzschutzanlage installiert.

Die Gesamtkosten betrugen ca. 90.000 DM. Die Arbeiten wurden von der Firma Haberkamp aus Blankenrath durchgeführt.

Am 7. Oktober verstarb Herr Fritz Baumer im Alter von 70 Jahren. Mit Fritz Baumer verliert unser Dorf eine Persönlichkeit, die weit über die Grenzen unseres Landes hinaus als Mensch und als Künstler bekannt und geschätzt war.

Unter sehr großer Anteilnahme wurde Herr Baumer am 11. Oktober auf dem Friedhof in Sosberg beigesetzt. Die Abschiedsworte für die vertretenen Künsler sprach Wendelin Stahl aus Klotten:

Wie in jedem Jahr, wurde auch in diesem Jahr mit einem Martinszug, begleitet von St. Martin hoch zu Roß, der Musikkapelle Mastershausen-Sosberg, die übrigens im Jahre 1987 gegründet wurde, sowie der Feuerwehr, die den Zug begleitet und ordnet der alten Tradition des Martinstages gedacht. Alle Kinder und die älteren Dorfbewohner erhalten eine Martinsbrezel, sowie eine vom Jagdpächter gestiftete Martinstüte.

Nebenstehend ein Bericht mit Bild aus der Rhein-Zeitung vom 18. 12. 89.

Aus Anlaß ihres alljährlichen großen Basars im Dorfgemeinschaftshaus konnten die Handarbeitsfrauen auch in diesem Jahr wieder einen großen Betrag der Sonderschule in Dohr, sowie für die Sosberger Kirche übergeben.

Am 16. 11. 1988 beschloß der Gemeinderat den Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 1989.

a) im Verwaltungshaushalt auf je          264.722,93 DM

b) im Vermögenshaushalt auf je             53.877,97 DM

Die Steuerhebesätze blieben unverändert.

Waldwirtschaftspläne 1989.

a) Einschlagsoll in der Gesamtnutzung 420 fm

b) Die Ausgaben des Kulturplanes 19.630 DM.

Sosberg im April 1990, Brigitte Hirt

Statistik:

Einwohner:         199

Geburten:              .1

Eheschließungen:    1

Sterbefälle:            .1

 

Chronikführung 1990

Wie schon in der letzten Chronikführung für das Jahr 1989 aufgeführt scheint es auch in diesem Jahr mit der Erwärmung der Erdtemperatur durch das größer werdende Ozonloch fortzuschreiten. Der Jahresanfang war seit Menschengedenken der mildeste Winter in Nordwesteuropa. Im Januar 25/26 am 3. Februar von Rosenmontag bis Aschermittwoch gingen gleich fünf Orkane, mit bis zu 180 Stundenkilometern über unser Land und Dorf nieder.

Dieses Bild zeigt einen Ausschnitt nach der verheerenden Sturmkatastrophe auf dem Noel.

Der Sturm hinterließ ein Bild der Verwüstung, an vielen Häusern und Gebäuden, besonders in den Wäldern, wo die dicksten und ältesten Bäume wie Streichhölzer abgeknickt und entwurzelt wurden. Zahlreiche Autos wurden beschädigt, die Stromleitung wurde durch umgestürzte Bäume zerstört, sodaß unser Dorf mehrmals für längere Zeit ein ganzer Tag ohne Strom auskommen mußte.

In Sosberg wurden viele Hausdächer beschädigt, Fenster und Rolläden eingedrückt und zerbrochen. Die größten Schäden gab es im Gemeindewald. Besonders im Birkenwald, Tonhügel, Katzenzahl, Näl, Engelrotsköpfchen, Hameletsch und Mühlberg.

Oben und unten stehend Bilder nach den verheerenden Stürmen Vivien und Wibke.

Nach den ersten Schätzungen werden wohl 2500 fm Holz gefallen sein. Mit der Aufarbeitung wurde Dank des guten Wetters unverzüglich begonnen. Mit Hilfe der ortsansässigen Firma Elmar Christ konnte ein großer Teil des Holzes aufgearbeitet und zu einem sehr guten Preis verkauft werden.

Eine in unserem Raum übende britische Soldateneinheit stellte sich spontan mit ihrem Gerät und ihren Soldaten bei der Aufarbeitung und Bewältigung der großen Schäden zur Verfügung.

Die Aufarbeitung konnte nur mit schwersten Holzerntemaschinen bewältigt werden. Es ist ein Schaden der wohl über Generationen dauern wird um wieder auszuwachsen, sowie ein großer finanzieller Schaden für unser Dorf. Das ganze Ausmaß der Schäden wird wohl erst im nächsten Jahr zu überschauen sein.

Nebenstehende Bilder zeigen einen kleinen Ausschnitt von der Aufarbeitung des Holzes.

So mild wie der Winter war, so schön und warm war auch das Frühjahr, wo Ende März Anfang April schon viele Obstbäume in voller Blüte standen.

Es war mit Abstand eines der wärmsten Jahre seit Wettermessungen. Ab Dezember gab es wieder Schnee und Frost, der sich bis kurz vor Weihnachten hielt.

Am 4. Januar wurde Frau Gertrud Bauer (Hannese Traut) 90 Jahre. Für die Verbandsgemeinde gratulierte Bürgermeister Huwer (Bild). Für die Gemeinde Ortsbürgermeister Hirt.

Anfang Mai unternahmen die Sosberger Senioren mit ihren Helferinnen einen Halbtagsausflug nach Maria Laach.

Seit 15 Jahren hat der Gemeinderat wieder unseren Ort beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" angemeldet. Am 31. 5. besuchte die Kommission unser Dorf. Es konnte zwar keinen der ersten Plätze erreicht werden, aber die Kommission konnte viele gute Ansätze erkennen.

Erwähnenswert ist noch, daß sich das im Besitz der Gemeinde befindliche ehemalige Raiffeisenlager öffentlich für 6.500 DM versteigert wurde. Das Gebäude wurde im Jahre 1931 vom Maurer Jakob Lehnert (Steinz Jäb) Josef Lehnert (Schofgerie Jusep) gebaut. Josef Schug (Herches Jusep) hatte die Ausschachtungen für die Fundamente nach seinen Aussagen für 4,30 RM ausgegraben.

Das nebenstehende Bild zeigt das ehemalige Raiffeisenlager.

Das Lager stand schon einige Jahre leer, weil es wegen der immer weniger werdenden landwirtschaftlichen Betriebe nicht mehr gebraucht wurde. So geht, wie schon so vieles ein Stück dörflichen Lebens verloren, denn in dem Gebäude waren früher nicht nur das Lager für Düngemittel und sonstige landwirtschaftliche Artikel, die Viehwaage, wo das ganze Vieh aus dem Dorf gewogen wurde, sondern auch die Getreideputzmaschine untergebracht. Denn in früherer Zeit wurde das Getreide ja nicht wie heute so sauber gedroschen, denn es mußte vor der Aussaat gereinigt werden.

Hier war dann auch gleichzeitig ein Treffpunkt für viele Dorfbewohner, aber dies ist heute in einer geänderten und einer völlig anderen Erwerbsstruktur nicht mehr möglich.

Im November hatte das Gebäude Selbsthilfe Körperbehinderter aus Anlaß des 20.jährigen Bestehens zu einer kleinen Feier ins Gemeindehaus eingeladen.

Erwähnt werden soll auch, daß das Gasthaus unsere Wirtschaft im Dezember geschlossen wurde.                                 Der Gastwirt Peter Lehnert hatte die Wirtschaft im Jahre 1949 gebaut.                                                                         Das Bild zeigt die Gastwirtschaft in ihrer ursprünglichen Form.

Am 2. Dezember fand die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl mit folgendem Ergebnis in unserer Gemeinde statt.

Ergebnis Bundestagswahl:

Wahlberechtigte.................................150

Erststimmen...............................................................Zweitstimmen

CDU.......................................88................................CDU...........................89

SPD........................................21................................SPD............................19

FDP..........................................8................................FDP............................13

Grüne........................................1...............................Grüne............................3

Rep...........................................2................................CM...............................1

Ansonsten gab es in unserem Dorf im Jahre 1990 keine besonderen Vorkommnisse.

Am 2. 11. beschloß der Gemeinderat die Waldwirtschaftspläne für 1991. Es wurden festgesetzt:

a) Die Ausgaben des Kulturplanes auf        3.425,-- DM

des Sonderkulturplanes auf                      15.900,-- DM

das Einschlagsoll in der Gesamtnutzung auf 1.900 fm.

Am 21. 11. legte der Gemeinderat den Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 1991 fest:

a) im Verwaltungshaushalt in der Einnahme und Ausgabe auf je 369.000,-- DM

b) im Vermögenshaushalt in der Einnahme und Ausgabe auf je 388.300,-- DM

Nachfolgend ein kleiner Überblick laut Statistischem Landesamt in Bad Ems über die Finanzen der Gemeinden in der Verbandsgemeinde Zell im Jahre 1989. Eine gute Gelegenheit hier einmal die Finanzen, Steuerkraft, Steuereinnahmen, Schulden u. s. w. der einzelnen Ortsgemeinden zu sehen und zu vergleichen.

Sosberg, im Januar 1991, Brigitte Hirt

Statistik 1990

Einwohner:             187

Geburten:                  .1

Eheschließungen:         -

Sterbefälle:                .4

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